Wiener Feinbäckerei: Geschwister Heberer: „Keiner kauft ein belegtes Brötchen für sechs Euro“
Die Filialen der Wiener Feinbäcker werden mit einer gläsernen Backstube und Café-Bereich modernisiert.
Foto: HebererFrankfurt. An dem belebten S-Bahnhof Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt stehen die Pendler beim Bäcker Heberer Schlange für belegte Brötchen oder ein süßes Stückchen für unterwegs. Dafür ist die Wiener Feinbäckerei mit gut 200 Filialen bekannt. „Die Neun-Euro-Tickets sind für uns Bäcker die beste Starthilfe nach zwei Jahren Coronakrise“, sagt Georg Heberer, der mit seiner Schwester Sandra die Bäckereikette in fünfter Generation leitet.
Sandra Heberer berichtet: „Gerade unsere Filialen an Bahnhöfen, Flughäfen und Innenstädten waren im Lockdown unsere Sorgenkinder.“ Kunden kauften oft das tägliche Brot beim Bäcker in ihrer Nachbarschaft und waren weniger unterwegs. Margenstarke Snacks wie belegte Brötchen, Pizzaschnitten und Kaffee waren in Zeiten von Homeoffice Ladenhüter.
„Viele Standorte laufen inzwischen wie vor der Coronazeit, aber Einkaufszentren schwächeln noch“, sagt die 34-Jährige. „Auch wenn die Leute nur drei Tage ins Büro gehen, gönnen sie sich beim Bäcker etwas mehr als früher.“ Der Durchschnitts-Kassenbon liegt mit 4,35 Euro um 35 Prozent höher als vor der Pandemie, auch weil die Bäckerei die Preise angehoben hat. „Jedoch sind unsere Rohstoffkosten deutlich mehr gewachsen“, stellt Georg Heberer klar.