Autozulieferer: Hella mit ungewöhnlichem Börsengang
Die letzten bis zu 5,75 Millionen Aktien platzierte die Firma Hella aus Lippstadt in der Nacht zum Freitag zu je 26,50 Euro, in der Mitte der Preisspanne.
Foto: dpaFrankfurt. Der voraussichtlich letzte Börsengang in diesem Jahr in Deutschland ist auch der ungewöhnlichste: Der westfälische Autozulieferer Hella hat eine sichere Variante gewählt und den größten Teil seiner Aktien schon vor der offiziellen Ankündigung bei Investoren untergebracht, zu je 25 Euro. "Hella hat das bewusst so gemacht. Das Unternehmen wollte unbedingt jetzt an die Börse gehen", sagte ein Beteiligter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Anders hätte das in diesem Umfeld womöglich gar nicht geklappt.“ Einen ähnlichen Weg hatte zuletzt der Chemiekonzern Evonik für seinen Börsengang gewählt. Zahlreiche Neuemissionen waren in Europa zuletzt abgesagt oder verschoben worden, erst vor kurzem fassten einige Kandidaten wieder Mut.
Die letzten bis zu 5,75 Millionen Aktien platzierte die Firma aus Lippstadt in der Nacht zum Freitag zu je 26,50 Euro, in der Mitte der Preisspanne. „Die positive Resonanz zeigt, dass wir Hella gut ausgerichtet haben und börsenreif sind“, erklärten der Sprecher der Familiengesellschafter, Jürgen Behrend, und Geschäftsführer Rolf Breidenbach. "Auf dieser Basis können wir unseren Wachstumskurs als börsennotiertes Familienunternehmen mit zusätzlichen Möglichkeiten weiter vorantreiben." Am Dienstag (11. November) feiert die Hella KGaA Hueck & Co in Frankfurt ihr Börsendebüt.