Emden: Schule nimmt Abschied von getöteter Lena

Emden
Schule nimmt Abschied von getöteter Lena

Mitschüler und Lehrer haben am Donnerstag Abschied von der getöteten Lena genommen. Die Elfjährige war Opfer eines Sexualdelikts geworden.
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EmdenEtwa 140 Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern der Emsschule in Emden haben Abschied von der getöteten Lena genommen. Gemeinsam sangen sie den Gospel „He's Got The Whole World In His Hands“.

„Das Geschehene wurde aufgearbeitet, Perspektiven wurden aufgezeigt und gemeinsam gesungen“, sagte der Fachbereichsleiter Jugend und Schule der Stadt Emden, Thomas Sprengelmeyer, nach der von der Öffentlichkeit abgeschirmten Gedenkveranstaltung am Donnerstag.

Nachdem die Schüler sich am Schulbeginn nach den Osterferien zunächst in ihren Klassen getroffen und mit dem Mordfall auseinandergesetzt hatten, versammelten sich alle Beteiligten zu der 20-minütigen Veranstaltung für die Viertklässlerin in der Turnhalle der Grundschule. Mehrere Schulpsychologen der Landesschulbehörde nahmen ebenfalls daran teil.

„Es war der Wunsch der Kinder, Lena zu gedenken“, sagte der reformierte Pastor Manfred Meyer. Er hatte die Elfjährige beerdigt und steht weiterhin in engem Kontakt zu Lenas Familie. „Es war eine sehr ruhige Veranstaltung. Die Kinder sind erleichtert rausgegangen und werden ihren Schulalltag wieder aufnehmen können“, ergänzte Sprengelmeyer.

Die elfjährige Lena war am 24. März in einem Emder Parkhaus tot aufgefunden worden. Sie wurde nach Angaben der Polizei Opfer einer Sexualstraftat. Gegen einen 18-jährigen Tatverdächtigen wurde am 1. April Haftbefehl erlassen. Er hat die Tötung gestanden.

Für Freitag (13. April, 18.00 Uhr) rufen Stadtverwaltung, Kirchen, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und Stadtsportbund zur Teilnahme an einer Solidaritätsveranstaltung mit allen Opfern und Betroffenen der Tragödie auf. Mehrere Tausend Menschen werden auf dem Rathausplatz erwartet. Nach der Tötung des elfjährigen Mädchens war ein damals 17-Jähriger zu Unrecht beschuldigt worden. Gegen ihn hatte es Lynchaufrufe im Internet und vor dem Emder Polizeirevier gegeben.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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