Clement & Schneider
Neues Galeriehaus in Bonn

Die „kunstgaleriebonn“ hat einen chicen Neubau bezogen und firmiert nun unter dem Namen „Clement & Schneider“. Dahinter stehen Gisela Clement und Michael Schneider. Dritter Geschäftsführer ist der Fotograf Christoph Jaschke. Zum Auftakt zeigen sie eine Accrochage.
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BonnVon der alten Galerie aus konnte man den Neubau der Galerie Clement & Schneider wachsen sehen. In direkter Nachbarschaft zur Villa Faupel an der Bonner Lotharstraße hat Gisela Clements Bruder Uwe Schröder das exquisite Galeriehaus errichten lassen. Der gesamte Gebäudekomplex wird im September 2015 eingeweiht. Dann findet auch die Kinderkunstschule, die von Clements Schwester Birgit Schröder geleitet wird, einen neuen Platz. Die Kunstpädagogin kooperiert seit über drei Jahren mit der benachbarten Galerie, veranstaltet Vermittlungs- und Malworkshops für Kinder.

Gisela Clement und Michael Schneider sind seit 2010 Partner in der Lotharstraße. Als dritter Geschäftsführer fungiert der Fotograf Christoph Jaschke. Schneider ist bereits seit 1995 Kunsthändler. Noch zu Studienzeiten gründete er aus einem Projektraum heraus seine Galerie für zeitgenössische Kunst im Villenviertel in Bad Godesberg. „Ich war mit der Entwicklung der Galerie durchaus zufrieden“, sagt er. „Die Aussicht auf ein eigenes Gebäude war aber natürlich sehr verlockend.“ Gisela Clement lernte er als Besucherin seiner Ausstellungen und über den Künstler Detlef Beer kennen. Den hatte Schneider damals schon im Programm.

Malerei mit Fragen an sich selbst

Für die Auftaktausstellung im zweistöckigen Haus, das sogar mit einer Piazza aufwarten kann, versammelten Clement & Schneider alle 22 von ihnen vertretenen Künstler zu einer korrespondierenden Präsentation. „Eine Bilanz über die letzten fünf Jahre unserer gemeinsamen Arbeit“, so Schneider. Gleichzeitig ein Blick in die Zukunft, da mit den Künstlern weiterhin gearbeitet werden soll.

Die Künstler verbindet, dass sie Fragen zu Form und Farbe bearbeiten, im besten Fall aber über einen reinen Formalismus hinausgehen oder wie Schneider beschreibt: „Es sind Positionen, die nichts abbilden, sondern Fragen an sich selbst richten, Techniken sichtbar machen, was wiederum poetische Interpretationsräume für den Betrachter schaffen soll.“

Farbige Seide über spiegelnde Flächen

Timo Kubes kleinformatige Arbeiten wirken zwar malerisch monochrom, bestehen jedoch aus farbigen Seidenstoffen, die er über Spiegelflächen gespannt hat (jeweils 600 Euro). Für ein größeres Diptychon hat der junge Künstler mehrere Folien über den Spiegel gelegt. Erst ihre Farben übereinander ergeben den Ton der sichtbaren Oberfläche (14.000 Euro).

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