Virtual Reality: Der Laden in deinem Kopf

Virtual Reality
Der Laden in deinem Kopf

Die riesigen Brillen bergen nicht nur für Gaming-Fans, sondern auch für den Einzelhandel große Chancen. Händler wollen mit spektakulären Filmen ihre Kunden zum Kauf bewegen – oder virtuell durch ihren Laden führen.

AustinShoppen auf Amazon.com war gestern. Wer in Zukunft Online einkaufen möchte, der setzt sich eine Virtual-Reality-Brille auf, wählt den Einzelhändler und taucht ein, in die virtuelle Shopping-Welt. Von Regal zu Regal spazieren, Produkte aus dem Regal nehmen und sogar live mit einem Verkäufer reden – das alles könnte in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden.

Virtual Reality ist das große Thema auf dem Technologie-Festival „South by Southwest“ in Austin. „Vor einem Jahr haben wir uns noch gefragt, ob das nur ein vorübergehender Trend sein wird“, sagt Stephanie Llamas vom Analysehaus SuperData Research. Heute ist klar, dass die virtuelle Realität eine ganze Reihe von Branchen umkrempeln wird. Marketing-Experten experimentieren bereits mit neuen Wegen, ihre Produkte dank Brille besser zu verkaufen.

Die Bekleidungsmarke-Marke North Face etwa ködert die Kunden mit spektakulären Natur-Filmen. Wer beispielswesie in New York eine Filiale besucht und sich nicht so recht überwinden kann, hunderte von Dollar für ein Outdoor-Outfit auszugeben, dem kann die Brille auf die Sprünge helfen.

Die virtuelle Realität versetzt den Kunden in den kalifornischen Yosemite-Nationalpark. Er kann sogar über eine atemberaubende Klippe schauen – Drohnen, 360-Grad-Kameras und ein mutiges Video-Team, das per Fallschirm über die Klippe gesprungen ist, machen es möglich. „Wenn jemand in unsere Läden geht, die Brille aufsetzt und Lust bekommt, mehr Zeit in der Natur zu verbringen, dann ist unsere Aufgabe erfüllt“, sagt Eric Oliver, der das digitale Marketing bei North Face leitet.

Die Technologie steht noch ganz am Anfang. Doch genau das sehen viele Marketing-Experten als Chance, um die Produkte als innovativ zu positionieren – und möglicherweise neue, technologieaffine Kunden anzuziehen. Der Zeitpunkt ist geschickt gewählt. Ende März kommt die Virtual-Reality-Brille der Facebook-Tochter Oculus Rift auf den Markt, was dem neuen Medium weiteren Schub verleihen wird.

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