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Manager reden Klartext„Was sollte das? Das war doch Scheiße!"

Überall wird Klartext gefordert, ob in der Politik, den Medien oder in Unternehmen. Nur: Klartext geredet wird nicht. Warum das so ist und was deutsche Top-Manager wie Hartmut Mehdorn und Jochen Schweizer dazu sagen.Carina Kontio 05.09.2015 - 17:39 Uhr Artikel anhören

Dominic Multerer hält Vorträge und berät mittelständische Unternehmen bei Markenprozessen, u.a. Dürkop, eine der größten Automobilhandelsgruppen Deutschlands und mps public solutions, einen führenden Anbieter im Markt für kommunale Software, der zum Marktführer werden soll.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Heute ist ein Tag der Wahrheit. Ein Klartext-Tag, zu dem der rebellische Autor Dominic Multerer in seinem neuen Buch „Klartext – Sagen, was Sache ist. Machen, was weiterbringt“ aufruft. Der Marketing-Experte ist jung, ist frech, trägt sein Herz auf der Zunge und versteht es gut, sich und seine Dienstleistungen zu verkaufen.

Aber wie reagiert der Jungspund eigentlich selber, wenn man ihm ganz unverblümt die Wahrheit zu seinem zweiten Buch sagt? Zugegeben: Ja, es war gemein, ihn dafür in die Falle zu locken. Aber der Chefredakteur hat sich nun mal eine „etwas andere“ Art der Rezension gewünscht. Da kommt so ein Tag der Wahrheit doch wie gerufen, für den Multerer selber empfiehlt: „An diesem Tag sollte jeder ungefiltert sagen, was er denkt. (...) An diesem einen Tag soll alles raus.“

Test: Sind Sie ein Klartext-Typ?
Es folgen typische Aussagen für Menschen, die Klartext-Typen sind. Schauen Sie selbst, welche auf Sie zutreffen. Es gilt: Je mehr Sie ankreuzen könnten, desto eher sind Sie ein Klartext-Typ. Den ausführlichen Test finden Sie am Ende des Buches von Dominik Multerer, dem wir die Aussagen entnommen haben.
Wenn mich jemand kritisiert, überlege ich immer, ob an der Kritik etwas dran sein könnte.
Ich rede gerne vor Gruppen und es stört mich nicht, wenn mir widersprochen wird.
Wenn ich eine Zusage nicht sofort geben kann, dann sage ich, bis wann ich das geklärt habe und mich wieder melde.
Wenn ich einen Termin nicht einhalten kann, dann melde ich ich, sobald ich das weiß, und nicht erst in letzter Minute.
So, wie ich mich selbst sehe, so sehen mich bestimmt auch meine Kollegen, Mitarbeiter und Freunde.
Manchmal fühlen sich Leute von meinen Aussagen provoziert, doch ich weiß, dass es mir immer um die Sache geht.
Je wichtiger eine Entscheidung ist, desto mehr reflektiere ich, bevor ich sie treffe.
In einer Diskussion finde ich es wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen, als gleich fertige Antworten zu verlangen.
Ab und zu eine peinliche Situation zu erleben, gehört für mich zum Leben dazu, das vergesse ich dann schnell wieder.
Ich weiß, dass man an gelungener Kommunikation oft arbeiten muss, egal ob im Beruf oder in der Familie.
In Krisenzeiten bin ich derjenige, der ins Handeln kommt und für die anderen Beteiligten Signale setzt.
Wenn ich mit irgendetwas mit großen Erfolg habe, überlege ich mir schon, was ich machen will, sobald der Erfolg nachlässt.
Mir ist es wichtig, meine Probleme stets mit der Familie oder engen Freunden zu diskutieren.
Wenn ich nur eine Vermutung, aber noch keine Meinung zu einem Thema habe, halte ich mich mit Äußerungen zurück.
Wenn meine Kollegen oder Mitarbeiter für ein Thema noch nicht reif sind, dann schiebe ich es lieber auf, als es ihnen aufzuzwingen.
Zu Themen, die mir egal sind, muss ich auch keine Meinung haben.
Ich trete überall auf der Welt für freie Meinungsäußerung ein, solang ich dabei fremde Kulturen respektiere und mich nicht ernsthaft in Gefahr begebe.
Negative Kritik äußere ich grundsätzlich so empathisch, dass die kritisierte Person sie annehmen kann.
Dominic Multerer, „Klartext: Sagen, was Sache ist. Machen, was weiterbringt“. Erschienen im Gabal Verlag, ISBN: 978-3-86936-658-6.

So schreibe ich also dem 23 Jährigen per Facebook-Chat, dass mich auf den ersten Blick einiges auf seinen gut 200 Seiten an sein erstes Buch („Marken müssen bewusst Regeln brechen, um anders zu sein“), das vor zwei Jahren erschienen ist, erinnert. Sie wissen schon, gleicher Inhalt, neue Verpackung. Alter Wein. Schläuche. Auch, dass mir einige der Statements von Unternehmern, die er zu Wort kommen lässt, teilweise zu glattgebügelt erscheinen und dass der Gedanke, es könnte gerade für Chefs und Manager sinnvoll und sein, Klartext zu reden, mir nun wirklich nicht neu erscheint. „Ich bin ehrlich. Noch hat’s mich nicht überzeugt“, tippe ich in das kleine Chatfenster und warte gespannt auf Reaktion. Doch Multerer bleibt gelassen und ebenso bei seinem Standpunkt. „Es ist das erste Buch zu Klartext. Es macht das Thema bewusst und sagt, was dazu gehört.“ Dann ergänzt er mit einem zwinkernden Smiley: „Es gibt keine andere Literatur dazu und so selbstverständlich wie für Sie und mich ist das Thema nicht.“

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