Konjunktur: Chinas Planungsbehörde investiert 71 Milliarden Euro in Wirtschaftsförderung
Shanghai. Chinas oberste Planungsbehörde hat zur Ankurbelung der Wirtschaft weitere öffentliche Investitionsprojekte festgelegt. „Der Bau der Projekte wird Chinas Hochwasserkontrollsystem, Notfallmechanismen und Katastrophenhilfen verbessern und das Leben und Eigentum der Menschen besser schützen, daher ist er sehr wichtig“, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Samstag mit.
Festgelegt wurden 9600 Projekte mit geplanten Investitionen von mehr als 560 Milliarden Yuan (71 Milliarden Euro), einschließlich Hochwasserschutz- und Katastrophenhilfeprogramme, im Rahmen eines Anleiheemissions- und Investitionsplans. Damit hat China mehr als 800 Milliarden Yuan (101 Milliarden Euro) seiner im letzten Jahresviertel vorgesehenen ein Billion Yuan (127 Milliarden Euro) Staatsanleihen verplant.
Chinas Wirtschaft, die zweitgrößte der Welt, versucht den Einbruch durch die Coronavirus-Pandemie zu überwinden. Die Entscheidungsträger haben mit einer lauen Verbrauchernachfrage, schwachen Exporten, sinkenden Auslandsinvestitionen und einer sich verschärfenden Immobilienkrise zu kämpfen.
Die Anleiheemissionen in Höhe von einer Billion Yuan werden Chinas Haushaltsdefizit von drei Prozent im Jahr 2023 auf etwa 3,8 Prozent erhöhen, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.