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TarifstreitHandelsverband: Tarifrunde im Einzelhandel erneut ohne Einigung

Verdi und der Handelsverband Nord haben bei Tarifverhandlungen keine Einigung für den Einzelhandel im Gebiet Hamburg erzielt. Eine Lösung hätte richtungsweisend für bundesweite Verhandlungen sein können. 28.12.2023 - 19:12 Uhr

Berlin, Hamburg. Im Tarifstreit des Einzelhandels ist die letzte Chance auf Einigung in diesem Jahr laut Arbeitgeberseite ungenutzt geblieben. Die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Nord konnten sich bei regionalen Verhandlungen am Donnerstag für das Tarifgebiet Hamburg nicht auf einen Kompromiss einigen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Abend mitteilte. Die Gespräche seien „erneut an den überhöhten Vorstellungen der Gewerkschaft“ gescheitert. „Die Arbeitgeber werden sich nun Anfang des Jahres zusammensetzen und über die Konsequenzen beraten“, hieß es weiter.

Verdi warf der Gegenseite vor, ihr bisheriges Angebot nicht aufgebessert zu haben. „Die Arbeitgeber haben sich nicht bewegt, das bedeutet für die Beschäftigten Reallohnverlust, das machen wir nicht“, teilte die Gewerkschaft am Donnerstagabend mit.

Verdi fordert im Einzelhandel unter anderem in allen Regionen mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde bei einer Laufzeit von einem Jahr. Je nach Bundesland kommen weitere Forderungen hinzu. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Tarifsteigerung von insgesamt 10,24 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Zusätzlich enthielt die Offerte eine Inflationsausgleichsprämie von 750 Euro sowie ein tarifliches Mindestentgelt.

„Für eine Verkäuferin ist das bezogen auf 2023 eine Steigerung ihres Stundenlohns um 1,04 Euro“, kritisierte Silke Zimmer aus dem Verdi-Bundesvorstand. „Bezogen auf eine Laufzeit von zwei Jahren gerade mal 1,78 Euro. Das ist noch nicht einmal die Hälfte dessen, was die Beschäftigten fordern, um in der Krise über die Runden zu kommen.“

Nach einer mehrwöchigen Unterbrechung der Verhandlungen auf regionaler Ebene im November waren die Tarifparteien in der Hansestadt erstmals wieder zu Gesprächen zusammengekommen. Ein Abschluss in Hamburg hätte den anderen 13 Tarifgebieten als Vorbild dienen können. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Verdi war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa
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