Tonieboxen-Hersteller: Tonies startet mit Geschäft in Australien und Neuseeland
Berlin. Tonies, der Hersteller der Tonieboxen, will mit seiner Audioplattform für Kinder auch am anderen Ende der Welt durchstarten. Im August 2024 soll der Verkauf in Australien und Neuseeland starten, verkündete das Unternehmen am Montag. Es wäre der vierte Kontinent, auf dem Tonies seine Boxen verkauft. Schon heute ist das Unternehmen aus Düsseldorf in Europa, Nordamerika und Asien vertreten.
Wachstum erwartet es vor allem außerhalb des deutschsprachigen Raums. Besonders das US-Geschäft ist für Tonies zuletzt gut gelaufen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Umsatz in den USA um 110 Prozent gestiegen, zeigen vorläufige und ungeprüfte Zahlen, die das Unternehmen am vergangenen Freitag vorgelegt hatte. Mit einem Umsatz von 138 Millionen Euro übertraf Tonies auch die eigene Prognose von 116 Millionen Euro. 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaften die Düsseldorfer mittlerweile in den USA. 2022 waren es nur etwas mehr als 25 Prozent.
Auf dem deutschsprachigen Markt erreichte Tonies einen Umsatz von 165 Millionen Euro. Das Wachstum fiel mit vier Prozent deutlich schwächer aus als in anderen Weltregionen.
Der weltweite Umsatz von Tonies lag 2023 nach den vorläufigen Zahlen bei 358 Millionen Euro und damit knapp über der Prognose von 354 Millionen. Doch auch hier fiel der Anstieg im Jahresvergleich mit 39 Prozent deutlich aus.
Tonies profitierte im vierten Quartal 2023 von einer starken Nachfrage während des Weihnachtsgeschäfts sowie an starken Verkaufstagen Black Friday und Cyber Monday. Der weltweite Umsatz lag allein im vierten Quartal bei 166 Millionen Euro.
Vorstand blickt positiv auf viertes Quartal – Aktie unter dem Ausgabekurs
Das Unternehmen, das 2013 im deutschsprachigen Raum gestartet war, war im Herbst 2021 über einen sogenannten Spac an die Börse gegangen. Für den Börsengang im Schnellverfahren in Frankfurt fusionierte das Unternehmen mit der Zweckgesellschaft 468 Spac. Heute ist die Aktie mit knapp fünf Euro nur noch halb so viel wert. Mit Tigermedia hat Tonies mittlerweile einen starken Nachahmer und Konkurrenten.
Tonies-Finanzchef Jan Middelhoff gibt sich allerdings kämpferisch: „Wir können auf ein fantastisches viertes Quartal zurückblicken“, sagte er. Allein der gestiegene Umsatz sei „ein klares Zeichen dafür, dass unsere Strategie aufgeht und alle Vertriebskanäle wie erwartet ihren Beitrag geleistet haben“.
Und auch Tobias Wann, der das Unternehmen seit Anfang 2024 leitet, ist zufrieden mit den Zahlen. Mit dem Ergebnis sei man für das Jahr 2024 gerüstet. Man halte die gegebenen Versprechen „trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten“.
Die finalen, geprüften Zahlen sowie die Prognose für das Gesamtjahr 2024 veröffentlicht Tonies zusammen mit dem Geschäftsbericht am 11. April 2024.