Börsendebüt: Audio-Boxen-Hersteller Tonies startet an Frankfurter Börse
Gründer Marcus Stahl (links) und Patric Faßbender mit ihrer Erfindung.
Foto: PRFrankfurt. Der Audio-Boxen-Hersteller Tonies hat den Sprung an die Frankfurter Börse geschafft. Das vor acht Jahren gegründete Unternehmen, das für Kinder Musik- und Hörspielboxen herstellt, wird dadurch mit fast einer Milliarde Euro bewertet.
Wie Tonies am Montag erklärte, wird der Bruttoerlös aus dem Börsengang von rund 190 Millionen Euro in die Expansion gesteckt. Vor allem in den USA wollen die Düsseldorfer ihr Geschäft ausbauen. Die Aktie legte zu Handelsstart um 18 Prozent auf 13,80 Euro zu.
Die Gründer wählten für den Gang aufs Börsenparkett das Schnellverfahren über einen sogenannten SPAC. Sie fusionierten dazu mit der Zweckgesellschaft 468 Spac, die als leerer Börsenmantel den einzigen Zweck hat, ein Unternehmen zu übernehmen und es an die Börse zu bringen.
Hinter 468 Spac steht unter anderem Ex-Rocket-Internet-Vorstand Alexander Kudlich. Die beiden Gründer von Tonies Patric Faßbender und Marcus Stahl bleiben Vorstände der Gesellschaft.
Tonies stellt Audio-Boxen her für Kinder. Mit Figuren wie Pippi Langstrumpf oder Winnie Puuh können Hörspiele oder Lieder über diese Boxen abgespielt werden. Tonies hat nach eigenen Angaben 2,4 Millionen solcher Boxen verkauft und mehr als 25 Millionen Figuren. Für 2021 wird ein Umsatz von 172 Millionen Euro angepeilt. Bis 2025 soll er auf 700 Millionen Euro steigen.