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GeldpolitikBritische Inflation verharrt bei 4,0 Prozent - Befürchteter Anstieg bleibt aus

Ökonomen hatten für Januar mit einem Anstieg auf 4,2 Prozent gerechnet. Die Teuerung ist dennoch noch immer doppelt so hoch wie das Stabilitätsziel der Bank of England. 14.02.2024 - 09:34 Uhr
Der Höhenflug der Inflation scheint in Großbritannien gestoppt. Foto: dpa

London. Die britische Inflation hat sich zu Jahresbeginn überraschend auf hohem Niveau stabilisiert. Die Jahresteuerungsrate lag im Januar wie bereits im Dezember bei durchschnittlich 4,0 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für Januar mit einem Anstieg auf 4,2 Prozent gerechnet. Auch wenn es nun nicht dazu kam, ist die Teuerung auf der Ebene der Verbraucherpreise noch immer doppelt so hoch, wie das Stabilitätsziel der Bank of England (BoE) von zwei Prozent.

Zudem dürfte den Währungshütern auf dem Weg zu der von den Finanzmärkten herbeigesehnten Zinswende nach unten ein Blick auf die Details der aktuellen Zahlen Sorge bereiten. Denn die als gutes Barometer für den in der Binnenwirtschaft entstehenden Preisdruck geltende Inflation im Servicesektor zog an - und zwar auf 6,5 Prozent von 6,4 Prozent im Dezember.

Die BoE strebt einen nachhaltigen Rückgang der Teuerungsrate in Richtung ihres Ziels von zwei Prozent an. Dabei achtet die Notenbank insbesondere auf die von Personalmangel geprägte Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Entwicklung des Lohnwachstums. Die Grundgehälter lagen in den Monaten Oktober bis Dezember 6,2 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr, nach 6,7 Prozent im Zeitraum September bis November.

Hunt sieht „gewaltige Fortschritte“

Der konservative Finanzminister Jeremy Hunt, dessen Regierung bei dem voraussichtlich im Herbst anstehenden nationalen Urnengang um die Wiederwahl bangen muss, sieht „gewaltige Fortschritte“ bei der Senkung der Inflation. Er verweist auf Prognosen der Notenbank, wonach die Teuerungsrate innerhalb weniger Monate auf rund zwei Prozent sinken werde.

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Der Höhenflug der Inflation scheint jedenfalls gestoppt: Ende 2022 war sie auf der Insel mit 11,1 Prozent so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Die BoE hatte sich gegen den Preisauftrieb gestemmt und den Leitzins auf 5,25 Prozent nach oben getrieben. Seit September hält sie still. Der nächste Zinsentscheid steht am 21. März an.

An den Terminmärkten wurde nach den Inflationsdaten erwartet, dass die Notenbank den Leitzins dieses Jahr um 71 Basispunkte (0,71 Prozentpunkte) senken wird. Vor den Daten waren nur rund 58 Punkte erwartet worden. Das britische Pfund gab nach Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten zum Dollar und auch zum Euro nach.

rtr
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