ARKK: Wieso Cathie Wood die KI-Rally verpasst
Denver, Düsseldorf. An der Wall Street hat vielleicht niemand das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) früher erkannt als Cathie Wood. Die Technologie-Investorin hat den KI-Boom und die damit verbundenen Chancen von Chipherstellern schon lange vorausgesagt. Beim Chipkonzern Nvidia stieg sie vor zehn Jahren ein, als die Aktie bei rund fünf Dollar notierte. Heute sind es mehr als 850 Dollar.
Ihre Prophezeiung erfüllt sich also derzeit: Dank des Kurstreibers KI springen die Börsen von einem Rekord zum nächsten. Doch ausgerechnet die Gründerin des Fondshauses Ark Invest gehört derzeit nicht zu den Profiteuren. Ihr Ark Innovation ETF (ARKK) ist auf 52-Wochen-Sicht fast 20 Prozentpunkte weniger gestiegen als der Technologieindex Nasdaq 100.
Seit Jahresbeginn liegt ihr wichtigster und größter Fonds sogar im Minus. Das Finanzinformations- und Analyseunternehmen Morningstar kürte Ark Invest zudem jüngst zum größten „Vermögensvernichter“ am Fondsmarkt; und nach Handelsblatt-Berechnungen zogen Anleger zum ersten Mal auf Jahressicht Gelder aus dem ARKK ab und tun es weiterhin. Wie konnte es so weit kommen – und wie ist die Perspektive?