Softwarehersteller: Kräftiges Gehaltsplus für den SAP-Vorstand und Christian Klein
Düsseldorf. Das Geschäft von SAP läuft rund, der Aktienkurs ist auf ein Rekordniveau gestiegen. Das macht sich fürs Topmanagement des Softwareherstellers bezahlt: Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im vergangenen Jahr um 49 Prozent auf 28 Millionen Euro gestiegen, wie der Dax-Konzern am Donnerstag im Vergütungsbericht darlegte.
Topverdiener im aktiven Management war Vorstandssprecher und Konzernchef Christian Klein, der im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Euro ausgezahlt bekam, ein Plus von 53 Prozent. Noch mehr erhielt der frühere Finanzchef Luka Mucic, der im März ausgeschieden war: Wegen der Auflösung seines Vertrags zahlte der Konzern ihm zusätzlich zur Vergütung 9,6 Millionen Euro Abfindung, insgesamt 11,6 Millionen Euro. Mittlerweile leitet der Jurist das Finanzressort bei Vodafone.
Die höhere Vorstandsvergütung resultiert zum einen daraus, dass SAP die intern gesteckten Ziele erreicht hat. Zum anderen hat der Anstieg des Aktienkurses den Wert der Anteile in die Höhe getrieben, die der Aufsichtsrat den Vorständen als langfristige Bonuszahlungen gewährt – das Papier verzeichnete binnen Jahresfrist ein Plus von 43 Prozent.