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GeldanlageDas sind die besten Online-Broker 2024

Wer an der Börse investiert, will seine Ordergebühren möglichst gering halten. Doch Gebühren sind nicht alles, wie der direkte Vergleich der Anbieter zeigt.Mariam Misakian 07.05.2024 - 15:52 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Anleger können sich Kostenvorteile sichern, wenn sie wechselfreudig sind.  Foto: E+/Getty Images

Köln. Neobroker haben sich bei deutschen Aktionären längst durchgesetzt. Doch auch sie müssen sich inzwischen einiges einfallen lassen, um Neukunden zu gewinnen und Bestandskunaden zu halten. Der Börsenboom in Deutschland ist seit den Coronajahren nämlich etwas abgeflacht.

Neobroker kämpfen daher nicht mehr nur mit der günstigen Kostenstruktur um Neukunden, sondern locken inzwischen auch mit Guthabenzinsen auf dem Verrechnungskonto, Neukundenboni und anderen Anreizen. Wer vergleicht und wechselfreudig ist, kann sich also Kostenvorteile sichern.

Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt ermittelt, bei welchen Neobrokern Anleger derzeit die günstigsten Konditionen erhalten. Verglichen wurden dabei 18 Anbieter. Wichtigste Kriterien waren neben den Depotkosten auch die Kosten pro Order inklusive der Handelsplatz-Gebühr.

Dabei fällt auf: Nur zwei der verglichenen Broker nehmen Depotkosten – und auch nur, wenn Anleger weniger als eine Order pro Quartal aufgeben.

Das FMH-Ranking: Die besten Broker im Vergleich

Auch auf eine große Auswahl an Aktien- oder ETF-Sparplänen hat die FMH ein Augenmerk gelegt. Eine breite Auswahl an Handelsplätzen sowie zusätzliche Besonderheiten – zum Beispiel Guthabenzinsen – sind ebenso positiv in die Bewertung eingeflossen.

Allerdings sollten sich Anleger nicht allein von Lockangeboten ködern lassen, rät Daniel Franke, Gründer und Inhaber des Portals Brokervergleich: „Wer einen Broker sucht, sollte genau schauen, ob er in Sachen Ordergebühren, Auswahl an Aktien- und ETF-Sparplänen sowie Handelsplätzen die besten Konditionen für sein Trading-Verhalten bietet.“

Insgesamt hat die Finanzberatung bei der Auswertung sechs der Broker mit der Note „sehr gut“ bewertet: Traders Place, XTB, Trade Republic, Finanzen.net Zero, Smartbroker+ und Scalable Capital. Acht weitere Anbieter schlossen mit der Note „gut“ ab und die übrigen vier Anbieter mit einem „befriedigend“.

Der Vorjahressieger Trade Republic belegt beim diesjährigen FMH-Ranking den dritten Platz. Platz eins belegt diesmal Traders Place. FMH-Datenanalyst Carlos Lopes da Costa erklärt dazu: „Der Anbieter hat mit seinem Preis und mit seiner großen Auswahl an Sparplänen und Handelsplätzen überzeugt.“

Als recht neuer Player am Markt nimmt der Neobroker aus Deutschland für Order in Höhe von weniger als 500 Euro eine Gebühr von einem Euro. Order in Höhe von mehr als 500 Euro kosten Anleger nichts.

Aktienhandel

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Außerdem lockt der Finanzdienstleister Neukunden mit einem Bonus in Höhe von 100 Euro sowie einem Guthabenzins von 1,30 Prozent auf das Verrechnungskonto für Guthaben zwischen 1000 Euro und einer Million Euro.

Prioritäten setzen: Handelsplätze oder Sparpläne

Mit insgesamt rund 1200 Aktien- und ETF-Sparplänen liegt Traders Place hinter dem Angebot vieler Konkurrenten: So bietet Trade Republic etwa insgesamt mehr als 5000 Sparpläne an.

Dafür punktet der Erstplatzierte damit, dass er Anlegern alle Handelsplätze im Inland und Ausland zu Verfügung stellt, während die meisten anderen Neobroker nur einen bis zu maximal drei inländische Handelsplätze anbieten. Innerhalb der Top Ten des Rankings haben nur Smartbroker+ und Flatexdegiro ebenfalls alle Handelsplätze in petto.

Für das Ranking hat FMH 18 Anbieter verglichen. Foto: HB

Ob die Anzahl der Handelsplätze oder die Auswahl an Sparplänen das wichtigere Auswahlkriterium beim Broker ist, hängt vom Anlegertyp ab, sagt Franke: „Stock-Picker und Viel-Trader, die auch ausländische Aktien kaufen, achten lieber besonders darauf, dass der Broker ihnen die entsprechenden Handelsplätze anbietet.“

Anleger sollten ins Kleingedruckte schauen

Auf Platz zwei des FMH-Rankings ist der Anbieter XTB neu eingestiegen. Der Anbieter punktet mit niedrigen Gebühren – Order unter 100.000 Euro sind gratis.

Aktiensparpläne bietet XTB nicht an, die Zahl der ETF-Sparpläne ist mit 350 verglichen zur Konkurrenz eher überschaubar, ebenso wie die Auswahl aus zwei Handelsplätzen. Dafür bekommen Neukunden derzeit 90 Tage lang 4,2 Prozent Guthabenzins für ihr Verrechnungskonto pro Jahr, danach liegt der Zins bei zwei Prozent.

Aber Achtung: Der polnische Finanzdienstleister setzt vor allem auf den Devisenmarkt sowie auf Derivate. Das heißt, Anleger investieren bei vielen der angebotenen Produkte nicht in „echte“ Aktien und ETFs, sondern in eine Verbriefung auf die jeweiligen Wertpapiere.

Dadurch entsteht ein Emittentenrisiko, warnt Brokervergleich-Experte Franke: „Derivate sind kein Sondervermögen. Geht der Broker insolvent, gehen Anleger also schlimmstenfalls leer aus.“

Die Auswahl aus echten Aktien beschränkt sich laut dem Anbieter selbst auf rund 3000 Stück. Anleger prüfen also am besten vorab selbst, ob ihre Wunsch-Aktien auch alle dabei sind.

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In einer früheren Version der Artikels stand, dass Traders Place insgesamt 700 Aktien- und ETF-Sparpläne anbietet. Die Zahl hat sich mittlerweile erhöht, der Artikel wurde entsprechend angepasst.

Erstpublikation: 06.05.2024, 09:39 Uhr.

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