Digitalbank: Bafin hebt Wachstumsbeschränkung gegen N26 auf – Sonderprüfer bleibt
Berlin, Frankfurt. Die Onlinebank N26 kann ab dem 1. Juni wieder so viele Neukunden anwerben, wie sie möchte. Das teilte das Unternehmen am Dienstagmittag mit. "Wir freuen uns über das Vertrauen unserer Aufsichtsbehörden und werden den intensiven Austausch auch in Zukunft fortsetzen", sagte Mitgründer und Co-Chef Valentin Stalf.
Das Handelsblatt hatte bereits in der vergangenen Woche berichtet, dass die bestehende Wachstumsbegrenzung für das Berliner Institut in Kürze aufgehoben werden soll, wie mehrere mit dem Thema vertraute Personen sagten.
Die Finanzaufsicht ist der Ansicht, dass das Fintech viele Jahre zu schnell gewachsen ist und seine Prozesse und Kontrollen nicht entsprechend weiterentwickelt hat. Unter anderem wegen Mängeln im Risikomanagement verfügte die Behörde deshalb im November 2021, dass N26 monatlich nur noch 50.000 neue Kundinnen und Kunden aufnehmen darf. Im Dezember 2023 wurde das Neukundenlimit dann auf 60.000 angehoben.
Außerdem hatte die Bafin 2021 einen Sonderbeauftragten ins Unternehmen beordert, der bei N26 sicherstellen sollte, dass die Onlinebank ihren Pflichten nachkommt. Dieser wird auch bis Ende des Jahres noch im Unternehmen bleiben, wie N26 mitteilte.