Banken: NordLB verkauft Flugzeugfinanzierungen an die Deutsche Bank
Frankfurt. Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) zieht sich nach mehr als 40 Jahren aus der Flugzeugfinanzierung zurück. Ein 1,67 Milliarden Euro schweres Kreditportfolio soll deshalb an die Deutsche Bank verkauft werden, wie die Hannoveraner am Montag mitteilten. Das restliche Portfolio von rund 1,1 Milliarden Euro will die NordLB sukzessive auslaufen lassen.
NordLB-Chef Jörg Frischholz hatte bereits im März angekündigt, das Geschäft mit Flugzeugfinanzierungen entweder zu veräußern oder in Eigenregie abwickeln zu wollen. Durch den nun vereinbarten Verkauf eines Großteils des Portfolios setzt die Bank auf einen Schlag Mittel frei, mit denen sie in ihrem Kerngeschäft stärker wachsen kann.
„Mit dieser Entscheidung richten wir uns noch stärker auf die Umsetzung der Energiewende in unseren ausgewählten Wachstumsbereichen erneuerbare Energien, Commercial Real Estate und Firmenkunden aus, die wir durch das freiwerdende Kapital ausbauen können“, sagte Frischholz. Mit ihrer fokussierten Strategie wolle die Bank zudem profitabler werden.
Im vergangenen Jahr hatte die NordLB einen Gewinn von 271 Millionen Euro gemacht und schnitt damit deutlich schlechter ab als andere Landesbanken. Das Institut hatte sich einst mit Schiffskrediten verhoben und wurde 2019 mit 3,6 Milliarden Euro vor dem Aus gerettet. Anschließend wurde die NordLB umgebaut und deutlich geschrumpft.