Phishing: Karten- und Konto-Betrug wächst – zwei Gründe steigern Gefahr
Frankfurt. Wer Kunde bei den Sparkassen, der Postbank oder Santander ist, den erreichen in diesen Tagen womöglich sogenannte Phishing-Nachrichten. Per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Brief fordern Betrüger die Verbraucher dazu auf, ihre Konto- oder Zahlungsdaten zu aktualisieren. Gängige kriminelle Maschen sind auch die Aufforderung zu Überweisungen oder das Freischalten virtueller Bankkarten.
Dem Bundeskriminalamt (BKA) zufolge hat der Betrug mit Karten und Konten deutlich zugenommen. So registrierte das BKA im vergangenen Jahr gut 90.000 Fälle, wie die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt. Das sind 14 Prozent mehr als 2022 und ein Plus von 45 Prozent gegenüber 2018. Dabei kann es auch um den Einkauf mit gestohlenen Bankkarten gehen, doch die Angaben deuten darauf hin, dass besonders Phishing-Angriffe, bei denen Passwörter und Sicherheitscodes abgefischt werden, zunehmen.
Oft bleiben Kunden auf dem Schaden durch Phishing sitzen. Banken würden gestohlenes Geld nur dann ersetzen, wenn der Verbraucher nicht grob fahrlässig gehandelt habe, sagt Claudio Zeitz-Brandmeyer vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Was das bedeute, werde im Einzelfall entschieden, so die Banken. Für die Kunden ist das schwierig.