Friedrich Kötter im Interview: „Wer die Mitarbeitenden hat, macht den Umsatz“
Essen. Friedrich Kötter hängt am Standort. Der Chef des Sicherheits-, Reinigungs- und Facility-Dienstleisters Kötter aus Essen mit rund 14.800 Mitarbeitern ist nur in Deutschland aktiv und erwirtschaftet 627 Millionen Euro im Jahr.
Dass viele andere Unternehmen inzwischen lieber im Ausland investieren, bereitet ihm große Sorgen. Die Endgültigkeit der Deindustrialisierung sei ein Problem. „Die wenigsten Unternehmer kehren reumütig nach Deutschland zurück“, sagt der 57-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Die Bundesregierung sei daher gefordert, bürokratische Hürden abzubauen. Mehr als sechs Millionen Euro bezahlt Kötter jährlich für Bürokratie. „Die Bundesregierung muss jetzt etwas tun, wir können nicht noch knapp anderthalb Jahre warten“, betont er. Was sich Kötter konkret von der Politik wünscht, welche Schwachpunkte der Standort Deutschland hat und wieso er eine von der CDU angeführte Bundesregierung als das „kleinste Übel“ bezeichnet, erzählt er im Interview.