Chipindustrie: Aixtron-Aktie gewinnt trotz schlechter Zahlen 20 Prozent
Frankfurt. Die Aixtron-Investoren haben seit Monaten wenig Grund zur Freude, der Aktienkurs bröckelte stetig. Doch am Freitag zog der Kurs in der Spitze deutlich um 20 Prozent auf 22,63 Euro an und gab im Verlauf nur wenig nach. Der Zulieferer für die Halbleiter-Industrie lieferte laut Analysten überraschend gute Zahlen bei den Auftragseingängen im zweiten Quartal, was alle anderen Unternehmensdaten in den Hintergrund rückte und den Ausschlag für die Kursbewegung gab.
Der Chipanlagenbauer hat nach einem Ergebnis- und Umsatzrückgang im zweiten Quartal seine Jahresprognosen zwar gesenkt. Nach Einschätzung des DZ-Bank-Analysten Armin Kremser fiel die Umsatz- und Gewinnwarnung aber nicht so schlimm aus wie zuvor vom Markt befürchtet.
So hält der Vorstand seine im März veröffentlichte Jahresprognose für 2024 nicht mehr für erreichbar und passte seine Prognosen an. Das Unternehmen erwartet nun Umsatzerlöse zwischen 620 und 660 Millionen Euro, nach zuvor 630 bis 670 Millionen Euro. Die Ebit-Marge wird von 24 bis 26 auf 22 bis 25 Prozent zurückgenommen. Auf Basis dieser Daten taxiert die DZ Bank einen Rückgang des Umsatzes um fünf Prozent, bei der Ebit-Marge um 1,5 Prozentpunkte.