Aktien: Das vorläufige Ende der goldenen Börsenzeiten
Frankfurt. „Ich wünschte, wir hätten weniger historische Großereignisse“ – der Stoßseufzer stammt von Wayne Kaufman, dem Chefanalysten von Phoenix Financial Services. Man kann den Mann gut verstehen. Erst vor ein paar Tagen mussten die US-Märkte das Attentat auf den Republikaner Donald Trump verarbeiten, jetzt tauschen die Demokraten nur dreieinhalb Monate vor der US-Wahl ihren Präsidentschaftskandidaten aus – das erste Mal seit 1968.
Klar ist, dass der Ausgang der Wahl für die Kapitalmärkte rund um den Globus schwerwiegende Folgen haben kann. Leider ist nur völlig unklar, wie diese Folgen aussehen werden. Klar ist allerdings, dass die ohnehin volatile Situation an den Aktienmärkten sich durch Joe Bidens Rückzug noch einmal verschärfen wird.
Das lässt sich am wichtigsten „Angstbarometer“ für die Börsen ablesen, dem Volatilitätsindex Vix, der die kurzfristige Schwankungsintensität des US-Leitindexes S&P 500 misst. Ein hoher Wert weist auf einen unruhigen Markt hin, tiefere Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten.