Tarife: Diese Risikolebensversicherungen überzeugen im Test
Köln. Den eigenen Tod verdrängen Menschen gerne. Aber seine Liebsten für den Ernstfall finanziell abzusichern ist für viele Menschen ein wichtiges Anliegen. In erster Linie geht es darum, die Familie finanziell im Fall des Todes des Hauptverdieners gut auszustatten. Denn die staatliche Witwen- oder Waisenrente reicht meist nicht aus, um den Lebensstandard halten zu können.
„Bei der Entscheidung, ob eine Risikolebensversicherung sinnvoll ist, sollte man sich fragen, ob mir nahestehende Menschen durch mein Ableben in finanzielle Schieflage geraten können“, rät Jan Haug, der bei der Signal Iduna Lebensversicherung für Produkt- und Serviceentwicklung zuständig ist.
Dabei handelt es sich in erster Linie um Familien mit Kindern, verheiratete sowie unverheiratete Paare sowie die Besitzer einer Immobilie, die die Finanzierung auch beim Wegfall des Einkommens gewährleisten wollen.
Genau das ist die Aufgabe einer Risikolebensversicherung. Im Todesfall bezahlt der Versicherer die Versicherungssumme aus. Dabei gilt es, ihre Höhe entsprechend dem persönlichen Bedarf zu bestimmen. Sie sollte bei Familien mit Kindern das Vier- bis Fünffache des Jahresbruttogehalts betragen plus eine eventuelle Restschuld für den Immobilienkauf.
Weil Versicherer den Gesundheitszustand und das Alter berücksichtigen, sollten Interessenten eine Police so früh wie möglich abschließen. Denn auch hier gilt: In jungen Jahren sind Menschen gesünder. Umso einfacher ist es, eine Police abzuschließen.
Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat die Tarife von 29 Lebensversicherern unter die Lupe genommen. Elf Angebote für Risikolebensversicherungen werden mit der Höchstnote „sehr gut“ ausgezeichnet.
Bei der Bewertung macht die Qualität mit 70 Prozent einen Großteil aus. Die Tarife sollten zum Beispiel eine Erhöhung der Versicherungssumme bei der Geburt eines Kindes oder dem Immobilienkauf ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglichen.
Beim Musterfall einer Familie mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro liegt die Jahresprämie der mit sehr gut ausgezeichneten Tarife zwischen 75,94 Euro und 95,61 Euro. Im Härtetest wird die Signal Iduna Versicherung mit dem Tarif „SI RLV Plus“ mit der Höchstnote „sehr gut“ ausgezeichnet.
„Mit der Verlängerungsoption kann die Versicherungsdauer ohne erneute Gesundheitsprüfung bis drei Jahre vor Ablauf um maximal 15 Jahre verlängert werden“, sagt Jan Haug von der Signal Iduna Lebensversicherung.
Zudem ist der Tarif mit einer Ausbau- und Nachversicherungsgarantie ausgestattet. Damit können Versicherte ihren Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. „Insgesamt schaffen 25 Ausbaugründe ein hohes Maß an Flexibilität. In den ersten fünf Jahren der Versicherung ist sogar ein Ausbau ohne Anlass möglich“, erklärt Haug.
Ebenfalls mit der Note sehr gut wird der Tarif „RLV Comfort-Schutz“ der Cosmos Lebensversicherung ausgezeichnet. „Unser Comfort-Schutz bietet viele zusätzliche Leistungen, wie zum Beispiel den Kinder-Zusatz-Schutz für Familien, den Bau-Bonus für Häuslebauer sowie auch eine Leistung im Fall der Pflegebedürftigkeit“, sagt ein Sprecher der Cosmos Lebensversicherung.
Auch bei der Risikolebensversicherung setzt sich die Digitalisierung zunehmend durch. So möchten immer mehr Kunden eine Lebensversicherung online ohne Beratung abschließen. „Kunden wünschen bereits bei der Beantragung eine konkrete Aussage darüber, ob ein Abschluss mit ihrer gesundheitlichen Situation zu welchen Konditionen möglich ist“, erklärt Haug.
Daher habe Signal Iduna eine Direkt-Risikoprüfung eingeführt. Dabei sei es unerheblich, ob der Abschluss online oder über einen Vertriebspartner erfolgt. Im Vergleich zu anderen Versicherungen aus dem Bereich Arbeitskraftsicherung und Risikovorsorge handelt es sich bei der Risikolebensversicherung um ein einfaches Produkt.