Kommentar: Lidl und Aldi lassen sich vom Konkurrenten Action vorführen

Viele erinnern sich noch an die langen Schlangen vor den Discounterfilialen, als Aldi erstmals Computer angeboten hat. Damit trug der Händler entscheidend dazu bei, dass der Rechner zum Massenprodukt wurde und Einzug in alle Haushalte hielt.
Doch dass die Discounter mit ihrer Aktionsware die Massen begeistern und bei den Produkttrends vorn dabei sind, ist lange her. Heute laufen sie im Nonfood-Geschäft hinterher – die Marktanteile verschieben sich zu neuen Konkurrenten wie Action und Onlinehändlern wie Temu.
Das trifft insbesondere Lidl. So erfolgreich der Händler gerade in Deutschland mit Lebensmitteln ist, so schwer tut er sich mit seinem Aktionssortiment von der Billigpfanne bis zum Sportshirt. Doch das war absehbar – denn die Discounter haben eine ihrer wichtigsten Tugenden vernachlässigt.
Was Lidl und Aldi jahrelang auszeichnete, war ein Gespür dafür, was sich der Durchschnittskunde wünscht. Mit hoher Trefferquote brachten sie zum richtigen Zeitpunkt gefragte Produkte in ihre Wühlkörbe und machten gute Gewinne sowohl mit Saisonware als auch mit zeitlosen Bestsellern.