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Streit mit IsraelNorwegen schließt Vertretung im Westjordanland

Israel hat norwegischen Diplomaten den Status entzogen, nachdem das skandinavische Land einen palästinensischen Staat anerkannt hatte. Nun geht der diplomatische Streit in die nächste Runde. 18.08.2024 - 11:29 Uhr Artikel anhören
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide (l) und Jonas Gahr Støre, Ministerpräsident von Norwegen, kündigten im Mai an, Palästina als unabhängigen Staat anzuerkennen. Foto: Erik Flaaris Johansen/NTB/dpa

Tel Aviv. Norwegen schließt seine Vertretung im Westjordanland, nachdem Israel für die palästinensischen Gebiete zuständigen norwegischen Diplomaten den Status entzogen hatte. Der israelische Außenminister Israel Katz schrieb nach der Entscheidung Oslos in konfrontativem Ton bei X: „Wir werden gegen jene vorgehen, die gegen uns vorgehen.“

Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide hatte Israels Entscheidung zuvor als „extrem und unvernünftig“ kritisiert. Sie ziele auf „die Palästinenser und die palästinensische Autonomiebehörde ab sowie auf all jene, die internationales Recht, die Zweistaatenlösung und das legitime Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung verteidigen“, sagte der Außenminister. Die norwegische Vertretung in Al-Ram im Westjordanland soll rund 30 Jahre nach ihrer Eröffnung bis auf weiteres geschlossen bleiben. 

Israel hatte mitgeteilt, die acht norwegischen Diplomaten, denen der Status entzogen wurde, seien in der norwegischen Botschaft in Israel stationiert, aber zuständig für die Kontakte mit der palästinensischen Autonomiebehörde. Im Mai hatten Norwegen, Spanien und Irland beschlossen, einen palästinensischen Staat anzuerkennen.

Katz schrieb bei X, Hintergrund der israelischen Entscheidung sei die „Anerkennung eines palästinensischen Hamas-Staates nach dem Massaker am 7. Oktober und (Norwegens) Unterstützung für die Ausstellung von Haftbefehlen gegen den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und andere ranghohe israelische Repräsentanten“.

Die palästinensische Autonomiebehörde war auf der Basis der sogenannten Osloer Verträge gegründet worden, die Israel und die Palästinenser 1993 nach geheimen Gesprächen in der norwegischen Hauptstadt geschlossen hatten. Das skandinavische Land spielt seitdem eine wichtige Rolle in der Region. 

dpa
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