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Commerzbank-Aktie„Die Commerzbank macht es einem nicht leicht“

Der Ausblick des Instituts auf das kommende Jahr enttäuscht mehrere Analysten. Diesen Spielraum sehen sie für die Aktie nach dem Kurseinbruch von fast 20 Prozent.Andreas Kröner 21.08.2024 - 09:23 Uhr Artikel anhören
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Die Aktie ist im August eingebrochen. Foto: dpa

Frankfurt. Mit dem Amtsantritt von Vorstandschef Manfred Knof Anfang 2021 sind für die Anteilseigner der Commerzbank bessere Zeiten angebrochen. Dank Fortschritten beim Umbau des Instituts und höheren Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich der Wert der Commerzbank-Aktie bis Sommer 2024 nahezu verdreifacht. Am 28. Mai markierte das Papier mit 15,74 Euro den höchsten Stand seit 2012.

Im August 2024 ist dieser Aufwärtstrend nun aber abrupt zu Ende gegangen. In den ersten sechs Handelstagen des Monats hat die Commerzbank-Aktie fast 20 Prozent an Wert verloren. Seitdem hat sich das Papier zwar etwas erholt, notiert mit 12,62 Euro aber immer noch 19 Prozent unter seinem Jahreshoch von Ende Mai.

Verantwortlich für den Kurseinbruch war neben den weltweiten Börsenturbulenzen auch das jüngste Zahlenwerk der Commerzbank, das viele Anleger enttäuschte.

Analysten werden nun ebenfalls kritischer. Laut Bloomberg-Daten empfehlen zwar immer noch 60 Prozent die Commerzbank-Aktie zum Kauf. Viele haben ihr Kursziel für die kommenden zwölf Monate jedoch gesenkt.

Aus unserer Sicht gibt es nur wenig Spielraum für ein deutliches Anziehen der Aktien.
Michael Christodoulou
Berenberg-Analyst

Die Experten der Deutschen Bank reduzierten ihre Kurserwartungen beispielsweise von 18 auf 16 Euro, die von Goldman Sachs von 16,70 auf 15,50 Euro. Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods (KBW) setzten ihr Kursziel um einen Euro auf 15 Euro herab, die von Citi ihres sogar um 2,30 Euro auf 13,70 Euro.

Berenberg-Analyst Michael Christodoulou, dessen Kursziel bei 13,60 Euro liegt, ist für die weitere Entwicklung der Commerzbank-Aktien noch pessimistischer. „Aus unserer Sicht gibt es nur wenig Spielraum für ein deutliches Anziehen der Aktien, weil wir nur eine marginale Verbesserung der Profitabilität der Bank in den kommenden Jahren erwarten“, schrieb er in seiner jüngsten Studie.

Die Eigenkapitalrendite der Commerzbank, die im ersten Halbjahr 8,9 Prozent betrug, liege deutlich unter dem Branchendurchschnitt von zwölf Prozent, argumentiert Christodoulou. „Deshalb finden wir die aktuelle Bewertung fair und bleiben bei unserer Empfehlung, die Aktie zu halten.“

Die Analysten von KBW zeigten sich ebenfalls ernüchtert. „Die Commerzbank macht es einem nicht leicht“, erklärten sie. Sollten die Zinserwartungen nicht wieder ansteigen, könne die Commerzbank-Aktie unter Druck bleiben und 2025 zu einem Übergangsjahr für Anleger werden.

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