Altersvorsorge: Warum vom Rentenpaket II nur über 25-Jährige profitieren
Berlin. Kaum hatte das Bundeskabinett Ende Mai das Rentenpaket II beschlossen, begann die Debatte um die Deutung. Die Ampelregierung kündige „den Generationenvertrag in der Rente auf“, kritisierte der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Stracke (CSU). Denn die geplante Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent müsse die jüngere Generation über höhere Beiträge bezahlen.
Ganz anders klang Arbeitsminister Hubertus Heil: Die Regierung stärke „den Generationenvertrag für die Menschen, die heute arbeiten und unser Land am Laufen halten“, sagte der SPD-Politiker. Auf sie kämen zwar höhere Beiträge zu. Dafür könnten sie sich nach einem Leben voller Arbeit auf eine stabile Rente freuen.
Wie verhält es sich nun wirklich mit dem Generationenvertrag? Nutzt die Rentenpolitik der Ampel vor allem Ruheständlern und rentennahen Jahrgängen? Dieser Frage ist der Ökonom Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts in einer Studie nachgegangen.