BSW: Wie sich das Bündnis Sahra Wagenknecht finanziert
Es ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie in der deutschen Parteienlandschaft wohl beispiellos ist: Nur acht Monate nach der offiziellen Gründung tritt das Bündnis Sahra Wagenknecht gleich bei drei Landtagswahlen an und kann aus dem Stand mit zweistelligen Ergebnissen rechnen.
Noch nie zuvor musste eine neue Partei so kurz nach ihrer Gründung vier Wahlkämpfe finanzieren. „Für die drei Landtagswahlkämpfe ist insgesamt ein Budget von circa 1,3 Millionen Euro vorgesehen, das Budget für den Europawahlkampf lag bei etwas über vier Millionen Euro“, sagte BSW-Schatzmeister Ralph Suikat dem „Tagesspiegel“.
Wie schafft das BSW diese Kraftanstrengung, woher kommt das Geld – und was unterscheidet das Bündnis von anderen Parteien? Ein Überblick.
Parteispenden
Von der Parteigründung im Januar bis Ende Juli habe das BSW Spenden von rund 6,6 Millionen Euro eingeworben, sagte Suikat. Hinzu kommen weitere Gelder, die der Verein „BSW – für Vernunft und Gerechtigkeit“ im vergangenen Jahr eingesammelt hat. „Dem Verein haben die Spender bis zum 31. Juli insgesamt 1,6 Millionen Euro anvertraut, den mit Abstand größten Teil davon direkt nach der Gründung des Vereins“, so der Schatzmeister.