Finanzaufsicht: Bafin fordert von Grenke Bank bessere Geldwäscheprävention
Düsseldorf. Die Finanzaufsicht Bafin hat die Grenke Bank wegen Mängeln bei der Geldwäscheprävention im Visier. Die Tochter des Leasing-Konzerns Grenke müsse diese binnen zwölf Monaten beseitigen, teilte die Behörde am Freitag mit.
Die Bank müsse zudem in diesem Zeitraum sicherstellen, dass ihre Geschäftsorganisation ordnungsgemäß ist. Zwei Sonderprüfungen und die Jahresabschlussprüfung 2023 hätten ergeben, dass die Bank die Vorgaben des Kreditwesengesetzes (KWG) und des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (GwG) teilweise nicht erfülle.
Die Bank habe insbesondere regulatorische Vorgaben zum Kreditgeschäft, zur Internen Revision und zum Risikomanagement und -controlling nicht eingehalten, teilte die Bafin mit. In der Geldwäscheprävention seien vor allem Mängel in der Risikoanalyse und der Risikobewertung von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen festgestellt worden.
Ein Grenke-Sprecher sagte, das Unternehmen nehme die Mitteilung der Bafin sehr ernst. Etwaige Mängel der Grenke Bank würden umgehend beseitigt. Nach der Mitteilung der Bafin fielen die im SDax gelisteten Aktien von Grenke in der Spitze um rund 15 Prozent.