Märkte Insight: Gold hat Konjunktur – trotz seiner Besonderheiten
Die Rekordjagd geht weiter. Einen Hauch unterhalb der Marke von 2.600 Dollar, erreichte Gold nach der deutlichen Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed einen neuen Rekord. Der Preis von 2599,92 Dollar für eine Feinunze des Edelmetalls markiert bereits das 24. Hoch in diesem Jahr. Die nun bestätigten Hoffnungen auf sinkende Zinsen gaben dem Edelmetall einen weiteren Schub.
Die Goldbilanz in diesem Jahr kann sich sehen lassen: Mit einem Plus von 25 Prozent legte das Edelmetall stärker zu als Aktien-Leitindizes wie der S&P 500 und der Nasdaq 100 in den USA sowie der deutsche Dax, auch wenn dieser am Donnerstag erstmals die Schwelle von 19.000 Punkten überwand.
Für Analysten ist kein Ende der Goldrally in Sicht. Allerdings sollten Anleger sich nicht blenden lassen, denn das Metall ist keine klassische Geldanlage.
Für den rasanten Preisanstieg gibt es viele Gründe: Der wichtigste sind die sinkenden Zinsen, die Gold für Anleger attraktiver machen. Da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft, gewinnt es an Attraktivität im Vergleich zu Anleihen, wenn die Renditen wegen der lockereren Geldpolitik sinken.