Innovation Insight: TDK – vom Kassettenhersteller zum Akkulieferanten von Apple
Tokio. Das Kerngeschäft veraltet und bricht irgendwann weg. Sich immer wieder neu zu erfinden zählt daher wohl zu den gravierendsten Herausforderungen, vor denen Technologieunternehmen stehen. Viele scheitern. So ist es etwa dem namhaften Filmhersteller Kodak gründlich misslungen, sich im digitalen Zeitalter erfolgreich zu positionieren.
Völlig anders meisterte dagegen der japanische Elektronikhersteller TDK den Umschwung – lange Zeit führender Anbieter von Musikkassetten. Musikkassetten? Genau. Doch TDK schaffte es, sich neu aufzustellen. Heute zählt das Unternehmen zu einem der wichtigsten Zulieferer für weltweite Technologie-Marktführer wie Apple, ist selbst Weltmarktführer bei Akkus für Smartphones sowie für Stromspeicher in Häusern.
Das Unternehmen expandiert zudem bei Sensoren und Komponenten für Autos, entwickelte zuletzt eine kleine Feststoffbatterie mit 100-facher Energiedichte für tragbare Gadgets wie Kopfhörer oder Uhren. Doch Konzernchef Noboru Saito denkt größer. Dem Handelsblatt schildert er, dass das Unternehmen mit dem Boom von Künstlicher Intelligenz (KI) und Elektromobilität neues Wachstum erzielen will. An den Märkten wird TDK bereits als Wachstumswert wahrgenommen.