Bauunternehmen: Dieser Milliardär formt Deutschlands Wirtschaft im Stillen
Schindellegi, Hamburg. Dass Klaus-Michael Kühne an diesem sonnigen Wintermorgen sein Luxushotel The Fontenay trotz eines Fußleidens gut gelaunt erreicht, liegt an einer seiner Beteiligungen. Für den Flug aus seiner Wahlheimat Schweiz in seine Geburtsstadt Hamburg, an deren Außenalster das Hotel liegt, hat die Swiss ein eigenes Flugzeug eingesetzt, kein Leihgerät einer anderen Airline. „Das Schlimmste ist vorbei“, strahlt der 87-jährige Milliardär.
Und wer auch nur kurz denkt, Kühne könne seinen Fuß meinen, irrt natürlich. Es geht um Swiss, wie es bei Kühne eigentlich immer um seine Unternehmungen geht.
Die Schweizer Fluggesellschaft ist eine Tochter der Lufthansa, an der wiederum Kühne mit etwa 20 Prozent der größte Einzelaktionär ist. Man tritt Kühne nicht zu nahe, wenn man ihn als zuletzt nicht immer zufriedenen Aktionär bezeichnet. Was wiederum auch an dem Fluggerät liegt, das die eidgenössische Lufthansa-Tochter auf Kühnes Hausstrecke zwischen Zürich und Hamburg einsetzt.
Dort fliegen, für Kühne unerträglich oft, Maschinen der Air Baltic, mit engen Sitzreihen und ohne echte Business Class. Kühne nannte das bereits öffentlich einen „Etikettenschwindel“, der nicht akzeptabel und Ausweis eines größeren Problems sei: Lufthansa, so der aus Steuergründen in Schindelligi am Zürichsee residierende Unternehmer, habe sich verzettelt.