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Roto FrankIsraelfeindliche Zettel in Lieferung von Zulieferer

Ein deutsches Warenpaket an israelische Geschäftspartner enthält Botschaften mit der Aufschrift „Fuck Israel“. Das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen verspricht Aufklärung. 18.10.2024 - 15:43 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Das Logo des Unternehmens Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH vorm Eingang des Firmensitzes: Ein Familienunternehmen in Israel bekam eine Lieferung eines Fensterherstellers aus Deutschland – mit in den Paketen sind Zettel mit der Botschaft „Fuck Israel“. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Leinfelden-Echterdingen. In der Lieferung der schwäbischen Firma Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) seien mehrere Zettel mit der Aufschrift „Fuck Israel“ enthalten gewesen, wie die israelische Nachrichtenplattform „ynetnews“ berichtete. Das deutsche Unternehmen versprach umfassende Aufklärung.

Die betroffenen israelischen Unternehmer sagten der israelischen Nachrichtenplattform „ynetnews“ zufolge, es sei inakzeptabel, antisemitisches und hasserfülltes Material zu erhalten, insbesondere aus Deutschland.

Sie seien völlig geschockt gewesen, als sie das Paket geöffnet und die Zettel mit den Beleidigungen gefunden hätten. Zuvor hatten Medien über den Vorfall berichtet.

Unternehmen will Fall untersuchen

Der Vorsitzende der Roto-Frank-Geschäftsführung, Marcus Sander, betonte, Antisemitismus, Diskriminierung und jede Form von Hass hätten in dem Unternehmen keinen Platz und würden auf das Schärfste verurteilt. „Wir werden in dem inakzeptablen und in höchstem Maße zu verurteilenden Vorfall, bei dem eine Warensendung von Roto-Beschlägen mit israelfeindlichen Botschaften versehen wurden, für Klarheit sorgen.“ 

Man nehme diesen Vorfall sehr ernst und habe umgehend interne sowie externe Maßnahmen und Untersuchungen eingeleitet, um die Hintergründe aufzuklären. „Gemeinsam mit den zuständigen Stellen werden wir alles unternehmen, um die Verantwortlichen zu identifizieren und sicherzustellen, dass entsprechende Konsequenzen folgen.“

Diese Untersuchungen benötigen aufgrund der Komplexität der internationalen Waren- und Lieferströme etwas Zeit, sagte Sander. Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume sagte, dass Roto Frank mit einer sehr klaren Stellungnahme auf den antisemitischen Vorfall reagiert und auch den Kontakt zu ihm gesucht habe. „Beides halte ich für vorbildlich und unterstütze das Unternehmen bei der Aufarbeitung der antisemitischen Vorfälle.“

dpa
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