US-Wahlkampf: Warum ausgerechnet Frauen und Latinos Trump unterstützen
New York, Washington, Houston, Miami. José Torres ist in etwa so, wie man sich einen echten Texaner vorstellt: Er besitzt eine Ranch im Houston County, wo man die Weiten des Landes am besten auf dem Rücken eines Pferdes erkundet. Sein riesiger Pick-up würde in Europa Schnappatmung auslösen.
Der 54-Jährige hat ein sonniges Gemüt, ein ebenso gewinnendes wie lautes Lachen und einen leicht derben Humor. Er ist einer, mit dem man gerne abends ein Bier trinken würde, um sich ein wenig von der Texas-Idylle erzählen zu lassen.
Torres kam allerdings erst vor gut zehn Jahren nach Texas, wo er sich dann aus dem Nichts ein Immobilienunternehmen aufbaute. Er stammt aus Puerto Rico – und ist bekennender „Ever-Trumper“.
Puerto Rico ist seit Donald Trumps Auftritt im New Yorker Madison Square Garden ein Wahlkampf-relevantes Schlagwort. Einer von Trumps Vorrednern hatte Puerto Rico „als schwimmende Müll-Insel im Ozean“ bezeichnet. Das war selbst in diesem Wahlkampf voller fremdenfeindlicher Polemik und Migrantenhetze eine neue Art der Grenzüberschreitung. Manche Republikaner kritisierten den Auftritt.