Betriebskostenabrechnung: Mietern drohen hohe Nachzahlungen bei Nebenkosten
Berlin. Kurz vor dem Jahresende finden viele Mieterinnen und Mieter die Nebenkostenabrechnung von ihrem Vermieter im Briefkasten. In diesem Jahr dürfte der Brief oftmals eine unangenehme Überraschung enthalten, denn Haushalten drohen hohe Nachzahlungen. Das legt eine aktuelle Auswertung des Nebenkosten-Prüfportals Mineko nahe.
Das Unternehmen hat 34.591 Nebenkostenabrechnungen analysiert, die Mieter zur Prüfung eingesandt haben. Den Daten zufolge sind die Betriebskosten 2023 um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, die Heizkosten sogar um 24,9 Prozent. Im Schnitt sollten die Betroffenen eine Nachzahlung von 757 Euro leisten.
Nebenkosten in Metropolen sind um 20 Prozent gestiegen
Dass die Nebenkosten zu einem immer größeren Kostenfaktor für Mieterhaushalte werden, sieht auch Gesa Crockford, Geschäftsführerin des Immobilienportals Immoscout24: „Steigende Energiepreise, Inflation und höhere Lohnkosten treiben die Nebenkosten nach oben und belasten Mieter und Mieterinnen, die ohnehin unter steigenden Kaltmieten leiden“, sagt sie.
Immoscout24 hat analysiert, welche Nebenkosten bei Wohnungsinseraten zwischen dem ersten Quartal 2022 und dem dritten Quartal 2024 aufgerufen wurden – und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie Mineko.