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ArbeitslosigkeitSchwache Konjunktur belastet Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit hat im Oktober zwar abgenommen. Jedoch ist der Rückgang deutlich schwächer, als es im Herbst üblich ist. Andrea Nahles zufolge fällt die Herbstbelebung weitgehend aus.Felix Stippler 30.10.2024 - 10:22 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Am Arbeitsmarkt ist noch keine Herbstbelebung zu spüren. Foto: Jan Woitas/dpa

Düsseldorf. Die Konjunkturflaute in Deutschland macht sich auch im Oktober auf dem deutschen Arbeitsmarkt deutlich bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen sei lediglich um 16.000 auf 2,791 Millionen gesunken, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit.

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hätten damit zwar abgenommen. Wie schon im Vormonat seien die Rückgänge aber „sehr gering“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles und fügte an: „Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt fällt in diesem Jahr weitgehend aus.“ Einen so geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Oktober hatte es den Fachleuten zufolge in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,0 Prozent. Im Oktober gab es 183.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Schwankungen stieg die Erwerbslosenzahl laut BA von September auf Oktober um 27.000. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 15.000 gerechnet.

Herbstbelebung bereits im September schwächer

In der Regel sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Oktober deutlich. Denn im Herbst endet die Sommerpause und neue Ausbildungsjahrgänge beleben den Arbeitsmarkt. Diese Herbstbelebung ist allerdings bereits im September schwächer ausgefallen. Die Zahl der Arbeitslosen war damals im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahr aber gestiegen.

Den deutschen Arbeitsmarkt belastet unter anderem das schwache Wirtschaftswachstum. „Die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich allmählich auf den Arbeitsmarkt aus, wenngleich dieser weiterhin vergleichsweise mild auf die Schwäche reagiert“, schreibt etwa die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht.

Auch das von Robert Habeck geführte Wirtschaftsministerium rechnet nicht damit, dass der Arbeitsmarkt sich in der zweiten Jahreshälfte erholt.

Mit Agenturmaterial

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