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ArbeitsmarktZahl der Arbeitslosen sinkt im November

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im vergangenen Monat zurückgegangen. Das sei aber kein Grund zur Entwarnung, warnt BA-Chefin Nahles. Denn die Arbeitskräftenachfrage bleibe verhalten. 28.11.2025 - 10:55 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Arbeitsagentur: Weniger Arbeitslose in Deutschland. Foto: dpa

Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November im Vergleich zum Oktober um 26.000 auf 2,885 Millionen gesunken. Das sind 111.000 mehr als im November 2024, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Oktober um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent, liegt aber im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Punkte höher. Die Bundesagentur griff für die Novemberstatistik auf Daten zurück, die bis zum 12. November zur Verfügung standen.

„Die Schwäche der Konjunktur hält an und der Arbeitsmarkt bleibt ohne Schwung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im November saisonüblich abgenommen. Die Zahl der Beschäftigten stagniert und die Arbeitskräftenachfrage bleibt verhalten“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles.

Das Angebot an offenen Stellen geht weiter zurück – wenngleich auf niedrigem Niveau eine Stabilisierung beobachtet wird. Im November wurden der Bundesagentur für Arbeit 624.000 freie Arbeitsplätze gemeldet. Das sind 44.000 weniger als vor einem Jahr.

986.000 Menschen erhielten nach einer Hochrechnung der Bundesagentur im November 2025 Arbeitslosengeld – das sind 96.000 mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im November auf 3.819.000 – nicht alle Bürgergeldempfänger sind aber automatisch ohne Job, viele müssen ihre Bezüge über das Bürgergeld aufstocken.

Gegenüber November 2024 war dies der Bundesagentur zufolge ein Rückgang um 122.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Mehr Kurzarbeitergeld im September

Die Kurzarbeit stieg zuletzt laut BA. Im September – dem letzten Monat mit tatsächlichen Daten – erhielten demnach 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld, mit dem Betriebe Auftragsflauten ohne Entlassungen überbrücken können. Das seien 37.000 mehr gewesen als im August.

Die von der Bundesregierung geplante längere Zahldauer des Kurzarbeitergeldes wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach deren Berechnungen voraussichtlich mit 100 bis 180 Millionen Euro zusätzlich belasten. Dies sagte Behördenchefin Andrea Nahles am Freitag in Nürnberg. Union und SPD hatten zuvor angekündigt, dass die maximale Bezugsdauer von zwölf auf 24 Monate um ein weiteres Jahr bis Ende 2026 verlängert werde.

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Die Regierung reagiert nach Worten von Nahles damit auf die Unsicherheiten in den Unternehmen. Derzeit erhielten rund 15 Prozent der Kurzarbeitenden seit mindestens zwölf Monaten die Leistung. Dies sei der Personenkreis, für den die Verlängerung nun relevant werde. Die BA könne jedoch nicht abschätzen, wie viele Firmen die Regelung tatsächlich in Anspruch nehmen würden.

Der Anstieg sei jedoch kein Grund zur Beunruhigung, sagte Nahles vor Journalisten in Nürnberg bei der Arbeitsmarktbilanz für November. Dies sei keine ungewöhnliche Entwicklung, sondern entspreche eher einem saisonalen Muster: „Es ist jetzt keine Entwicklung im September gewesen, (...) wo wir sagen würden, es gibt jetzt wieder einen größeren Run aufs Kurzarbeitergeld.“ Die Zahl bewege sich aber insgesamt auf einem erhöhten Niveau.

dpa
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