Kamala Harris: Neue Taktik kurz vor dem Wahltag – Wird sie nun US-Präsidentin?
Washington. Die US-Demokraten werden ihre Wahlparty an der Howard University in der Hauptstadt Washington feiern. Es ist ein Ort, mit dem Spitzenkandidatin Kamala Harris viel verbindet. Das renommierte College mit überwiegend schwarzen Studenten ist ihre Alma Mater und hat ihren Lebensweg geprägt.
Dort deutete Harris schon vor fünf Jahren ihre Ambitionen auf die Präsidentschaft an. 2019 ging sie auf Buchtournee, kurz bevor sie ihre Kandidatur für die demokratischen Vorwahlen verkündete – in denen sie Joe Biden schließlich unterliegen sollte. Harris wirkte damals weniger geschliffen als heute.
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Im Howard-Audimax wurde sie gefragt, was der Unterschied zwischen ihrem Bauchgefühl und dem Bauchgefühl von Donald Trump sei, dem damals amtierenden Präsidenten. „Nun, Donald Trump hat einen Bauch“, sagte Harris, gefolgt von ihrem markanten, oft parodierten Lachen. Geduldig erklärte sie, wie man ihren Vornamen ausspricht: Ka-ma-la, mit Betonung auf der ersten Silbe, Sanskrit für Lotusblume.
Nun ist der Mann, über dessen Gewicht sie damals scherzte, ihr Widersacher im Rennen um die US-Präsidentschaft. An diesem Dienstag will Harris ihn besiegen, Geschichte schreiben und als erste Frau ins Weiße Haus einziehen. Doch das Risiko zu scheitern ist höher, als Harris’ Kampagne es zu Beginn ihrer Kandidatur kalkuliert hatte.