Österreich: Benkos Jagdausflug mit Tiroler SPÖ-Chef Dornauer löst Eklat aus
Wien. „Na bumm!“, titelte die auflagenstarke „Kronen Zeitung“ am Montag auf ihrer Frontseite unter dem Foto von vier Männern und einem erlegten Hirsch.
Und tatsächlich hat das Bild in Österreich wie eine Bombe eingeschlagen, denn an besagtem Jagdausflug vom September waren zwei landesweit bekannte Personen beteiligt: Der Chef der Tiroler Sozialdemokraten Georg Dornauer sowie der Signa-Gründer und Milliarden-Pleitier René Benko.
Vor allem für Dornauer war die Enthüllung verhängnisvoll. Er sprach schon am Montag von einer „fürchterlichen Optik“. Der schillernde Vize-Ministerpräsident Tirols ist seit fünf Jahren mit einem Waffenverbot belegt, weil er damals sein geladenes Gewehr bei geöffnetem Fenster in seinem abgestellten Auto hatte liegen lassen.
Dornauer bestreitet, auf den Hirsch geschossen zu haben, was einer der Jagdkollegen bezeugt. Glaubwürdig wirkt das aber nicht, weil ihn das Foto mit an den Hut gestecktem Zweig zeigt – was nach Tradition den Schützen der Beute ausweist.
Benko war bei der Jagd nur Gast
Unter Druck setzte den Sozialdemokraten aber auch das fröhliche Beisammensein mit dem Immobilien-Jongleur Benko, der den größten Konkurs der österreichischen Nachkriegsgeschichte verursacht hat. Er gilt der Partei als Betrüger und gefallener „Superreicher“, den sie auch schon einmal eines „Raubüberfalls auf alle Steuerzahler“ bezichtigt hatte.