Ukraine: 1000 Tage Krieg – Wie hat sich Präsident Selenski verändert?
Kiew. Es wird Winter in der Ukraine am Ende des dritten Kriegsjahres, das in Wahrheit schon das zehnte ist seit der russischen Besetzung der Krim im Jahr 2014. An der Front herrscht eine kritische Situation für das angegriffene Land. Zwei Signale hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in der vergangenen Woche ausgesandt.
Er werde alles für ein diplomatisches Ende des Krieges unternehmen, sagte Selenski in einem Interview. Doch dafür müsse die Ukraine zunächst in eine Position der Stärke gebracht werden. Das ist das Signal nach Außen, vor allem in Richtung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump.
Und aus dem Präsidentenbüro hieß es, Selenski werde in Kürze einen „Plan der Standhaftigkeit“ vorstellen. Dieser solle die „inneren Kräfte für den Sieg mobilisieren“.
Auf Trump vorbereitet
Auf Donald Trump ist Selenski besser vorbereitet als viele westeuropäische Führer, davon ist Simon Shuster, sein US-amerikanischer Biograf, überzeugt. Der leitende Redakteur des „Time“-Magazins hat in den vergangenen drei Jahren in Kiew viel Zeit mit Selenski und seinem Team verbracht.