Donald Trump: Die Florida Connection – wie der Südstaat Washington übernimmt
Palm Beach, Miami. Eine unscheinbare Brücke von West Palm Beach Richtung Osten gibt den Blick auf Mar-a-Lago frei. Das beigefarbene, im spanischen Kolonialstil errichtete Anwesen mit seinem majestätischen Turm liegt auf einem 80.000 Quadratmeter großen Grundstück, das als einziges auf diesem Halbinsel-Abschnitt von der westlich gelegenen Lagune bis zum offenen Atlantikstrand im Osten reicht. Wuchtige Palmen umsäumen den Palast, eine fast drei Meter hohe Hibiskushecke schützt das Luxus-Resort vor den Blicken Neugieriger.
Seit fünf Jahren ist Mar-a-Lago offizieller Hauptwohnsitz Donald Trumps. „Weißes Haus im Exil“ haben seine Anhänger den Märchenpalast genannt. Wobei das eher eine Anspielung auf die Macht des Hausherrn ist denn ein architektonischer Vergleich. Fünf Tennisplätze, 18-Loch-Golfanlage und ein riesiger Pool umgeben die „goldene Kathedrale“ von Palm Beach – das hat die Residenz des amerikanischen Präsidenten, die Trump einst als „Müllhaufen“ bezeichnete, nicht zu bieten. Einzig die riesige US-Flagge, die über Mar-a-Lago weht, erinnert an das Weiße Haus.
Palm Beach ist ein Ort, der wie geschaffen ist für Donald Trump. Nirgendwo ist die Milliardärsdichte höher, nirgendwo sind die Häuser teurer, nirgendwo ist die Bewunderung für Reichtum ausgeprägter.