Investoren des Jahres: Thomas Oehl und Herbert Mangesius investieren früh
Das Thema Deeptech ist heute in der Start-up- und VC-Welt in aller Munde. Das war nicht immer so: In ihren Anfängen war die Start-up-Szene in Deutschland und Europa geprägt von konsumentenorientierten B2C-Modellen wie Immoscout, Check24, Zalando, Delivery Hero, Vente Privée/Vepee, King.com, Skype oder Spotify.
Geschäftsmodellen also, die auf die Beziehung zwischen Unternehmen und Privatpersonen zielen. Die Gründerinnen und Gründer mit technischem Hintergrund waren in der Minderheit; ähnlich stellte sich das Bild bei den Risikokapitalgebern dar.
Das hat sich insbesondere in den vergangenen zehn Jahren massiv geändert. Zwar hinkt die europäische Gründerszene gemessen an nahezu jeder relevanten Kennzahl weiter der US-amerikanischen hinterher. Der Anteil von B2B-Investments (business to business) ist jedoch bei fast allen Risikokapitalgebern massiv gestiegen; gleiches gilt für den Prozentsatz der Gründerinnen und Gründer mit technischem Hintergrund.
Und auch, wenn dies angesichts des allgemeinen Trübsals, das aktuell geblasen wird, nicht ausreichend thematisiert wird: Im B2B und insbesondere im Deeptech-Bereich liegt vermutlich DIE große – und auch einzige – Chance für die deutsche und europäische Start-up-Szene, doch noch echte globale Relevanz zu erlangen.