Bidirektionales Laden: Mit der Autobatterie zur Energiesicherheit
München. Je mehr Energie aus Solaranlagen und Windkraftanlagen stammt, desto schwankungsanfälliger wird das Stromnetz. Scheint die Sonne, gibt es reichlich Strom. Bleiben der Himmel tagelang bedeckt und der Wind aus, herrscht Flaute im Netz.
Hier könnten Autobatterien als eine Art Zwischenspeicher helfen. Dafür muss der Strom aus dem Netz in die Batterien fließen und bei Bedarf wieder zurück ins Netz. Das nennt sich bidirektionales Laden. Fachleute versprechen sich davon einen wichtigen Schritt hin zu mehr Energiesicherheit.
Bidirektionales Laden sei nach geltender Rechtslage zulässig, schreiben die Autoren. „Aber es zeigt sich an verschiedenen Stellen, dass für E-Autos, die als Speicher genutzt werden, der Rechtsrahmen nicht wirklich passt“, erklärt Johannes Hilpert, Mitautor der Studie.
Einfach ist es, wenn ein Haushalt den Strom selbst erzeugt und ihn verbraucht, bevor der ins Netz geht. Hier habe das Energierecht keine Relevanz, da dabei weder das Netz genutzt werde noch Dritte beliefert würden, heißt es.