Ukraine: Was die Schlacht am Schwarzen Meer über die Zukunft des Krieges sagt
Krim. Es ist eine heftige Schlacht, die am letzten Tag des Jahres 2024 über dem Schwarzen Meer tobt – Beobachter wie H. I. Sutton nennen ihr Resultat gar historisch. Mit Drohnen greifen die Ukrainer zu Wasser und am Himmel Russlands Militär auf der besetzten Halbinsel Krim an. Moskau reagiert mit Salven der Luftverteidigung und mit Feuer aus Kampfhelikoptern.
In einem Video des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR ist zu sehen, wie eine Marinedrohne durch die Wellen rast, links und rechts lassen die Einschläge der russischen Geschosse das Wasser in Fontänen hochspritzen.
Dann passiert etwas, das es bisher noch nie gab: Das unbemannte Wasserfahrzeug des Typs Magura V5 nimmt einen Mi-8-Helikopter ins Visier und feuert eine Rakete auf ihn ab. Dieser explodiert, ein zweiter wird beschädigt. Laut inoffiziellen russischen Angaben geht er ebenfalls verloren. Kiew hat damit erstmals ein hochwertiges militärisches Ziel in der Luft mit einer Drohne zerstört.
Russland wird der Bedrohung durch Marinedrohnen nicht Herr
Für die Ukrainer ist die Zerstörung von mutmaßlich zwei Kampfhelikoptern ein großer Prestigeerfolg nach einem schwierigen Jahr. Das Video ist passenderweise mit dem Neujahrslied „Schtschedrik“ unterlegt, dessen Melodie auch im Westen bekannt ist.