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KI-TechnologieMusks Kampf um OpenAI zeigt gewaltige Interessenkonflikte

Elon Musk will OpenAI übernehmen – dahinter steckt mehr als ein persönlicher Rachefeldzug gegen seinen Konkurrenten Sam Altman. Er will Macht über die Schlüsseltechnologie. Ein Kommentar.Stephan Scheuer 11.02.2025 - 15:40 Uhr
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Elon Musk ist Geschäftsführer des Elektroautoherstellers Tesla. Foto: dpa

Elon Musk will OpenAI übernehmen – doch dahinter steckt mehr als ein persönlicher Rachefeldzug gegen CEO Sam Altman. Musk verwischt die Grenzen zwischen Unternehmer, Lobbyist und politischem Akteur. OpenAI ist nur ein Vorgeschmack.

Musk schaltet sich seit Jahren bei OpenAI ein – erst als Mitgründer, dann als Gegner. Während das Unternehmen unter Altman eine enge Partnerschaft mit Microsoft eingegangen ist, verfolgt Musk mit seiner eigenen KI-Firma xAI einen anderen Kurs: Er propagiert eine unabhängige Künstliche Intelligenz – aber eine, die unter seiner Kontrolle steht. Dass er nun OpenAI ins Visier nimmt, zeigt, dass es ihm nicht nur um Technologie geht, sondern um strategische Macht.

Doch Musks Einfluss beschränkt sich nicht nur auf die Wirtschaft. Mit seinen Wahlkampfspenden von geschätzt 277 Millionen Dollar für Donald Trump hat er sich eine neue Rolle gesichert: Als Chef der Behörde für effizientes Regieren („Department of Government Efficiency“, Doge) kann er direkten Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Dabei sitzt er an Schaltstellen, die auch für seine eigenen Unternehmen entscheidend sind.

Die Interessenkonflikte sind gewaltig. Tesla und SpaceX, die von milliardenschweren Staatsaufträgen profitieren, könnten von Musks Nähe zur Macht direkt profitieren. Als „Special Government Employee“ ist er von vielen Transparenzpflichten befreit.

Jetzt könnte er auch in der Regulierung von Künstlicher Intelligenz mitmischen – und so die Spielregeln in einem der wichtigsten Zukunftsfelder zu seinen Gunsten beeinflussen.

Die Übernahme wäre ein weiterer Schritt, um die Kontrolle über eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu erlangen. Doch die zentralen Fragen bleiben: Wollen wir wirklich, dass eine Handvoll Tech-Milliardäre die Zukunft der Künstlichen Intelligenz nach ihren eigenen Interessen formt? Und haben wir dem überhaupt etwas entgegenzusetzen?

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