Geldanlage: „Zeit der Super-Renditen bei Glorreichen Sieben ist vorbei“
Frankfurt. Das laufende Jahr könnte ein Umbruchjahr werden – nicht nur politisch, sondern auch an den Börsen. Davon ist Vincent Mortier überzeugt. Als Chefstratege des französischen Geldverwalters Amundi ist er verantwortlich für 2,2 Billionen Euro an Kundengeldern.
Er ruft beispielsweise das Ende der langjährigen Erfolgsstory der großen US-Tech-Konzerne aus. „Die ganz große Zeit der Tech-Highflyer ist vorbei“, sagt er. Die extremen Kursgewinne der Glorreichen Sieben mit Nvidia, Microsoft und anderen Gesellschaften würden sich wegen hoher Bewertungen und sich normalisierender Gewinnzuwächse nicht wiederholen können. Größere Chancen sieht Mortier bei den noch preiswerten chinesischen Tech-Aktien.
Im Regionenvergleich glaubt der Amundi-Experte auch an ein Ende des langjährigen Mehrertrags von US-Aktien gegenüber europäischen Werten. Aus der globalen Brille sieht er an den Börsen der Industrieländer jetzt mehr Chancen für günstig bewertete Aktien aus klassischen Branchen im Gegensatz zu Wachstumswerten. Als Beispiele nennt er Titel aus den Bereichen Telekommunikation, Banken, Energie, Pharma.