IPO: Prothesen-Hersteller Ottobock peilt offenbar Börsengang für 2025 an
Frankfurt. Der weltgrößte Prothesen-Hersteller nimmt einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Anlauf für einen Börsengang. Das Debüt am deutschen Aktienmarkt werde für die zweite Jahreshälfte 2025 angepeilt, schrieb die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf Insider.
Dabei solle etwa eine Milliarde Euro bei Investoren eingesammelt werden. Dieses Geld solle unter anderem dazu genutzt werden, den Kredit abzulösen, mit dem die Eigentümer-Familie Näder Ottobock-Anteile vom Finanzinvestor EQT zurückgekauft hatte. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Eine Ottobock-Sprecherin sagte auf Anfrage, dass ein Börsengang eine von mehreren Optionen sei, die kontinuierlich geprüft würden. „Dafür gibt es jedoch keinen Zeitdruck, und bislang ist keinerlei Entscheidung in diese Richtung gefallen.“
Das Unternehmen hatte 2022 ein geplantes Börsendebüt abgeblasen und diese Entscheidung mit einem widrigen geopolitischen Umfeld begründet. Damals hatte Mehrheitseigentümer Hans Georg Näder einen weiteren Versuch nicht ausgeschlossen.