Kennedy Jr.: Trumps Gesundheitsminister will sich an Europa orientieren
Washington. Früher aß sie Fritten und ließ sich Botox spritzen, heute gibt es für sie und ihren Hund „nur gefiltertes Wasser aus Glasflaschen und Bio-Rohfleisch“. Die amerikanische Gesundheitsinfluencerin Alex Clark galt als „Chicken-Nugget-Prinzessin“, die Junkfood liebte. Dann kam die Coronapandemie – und damit der Sinneswandel bei der heute 32-Jährigen.
Seither spricht sie in ihrem Videopodcast „Culture Apothecary“ über ihr „toxinfreies Leben“ mit unpasteurisierter Milch und natürlicher Verhütung, ohne Röntgen, Ultraschall und Impfungen. Und zieht damit in den USA ein immer größeres, junges und meist weibliches Millionenpublikum an.
Clark ist ein Aushängeschild der MAHA-Bewegung („Make America healthy again“) – und macht sich damit gemein mit Robert F. Kennedy Jr., dem Gesundheitsminister in Donald Trumps Kabinett. Die MAHA-Szene misstraut der Pharma-Industrie und begeistert sich für alternative Heilmethoden.
Kennedy, von seinen Anhängern „Bobby“ genannt – oder RFK Jr. abgekürzt – war ursprünglich als unabhängiger Präsidentschaftskandidat gegen Trump angetreten, bis sich beide verbündeten. Inzwischen ist der libertäre Umweltanwalt seit gut einem Monat im Amt – und hat sich sofort mit der mächtigen Lebensmittelindustrie angelegt. Und nicht nur das.