Handelskonflikt: „EU ist realitätsfern“ – Trumps Zölle-Architekt erhöht den Druck
Washington. Die nächste Runde im Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union könnte bald bevorstehen: Am Donnerstag hat US-Präsident Donald Trump mit der Einführung von 200-Prozent-Zöllen auf Alkohol aus der EU gedroht. Zuvor hatte die EU, als Vergeltung für neue amerikanische Stahl- und Aluminiumzölle, eine Importsteuer von 50 Prozent auf US-Whiskey und andere Produkte angekündigt.
Die Zuspitzung legt nahe, dass Trump auch bei der noch ausstehenden Entscheidung über Autozölle hart bleiben dürfte. Sie könnten am 2. April in Kraft treten und die Exportnation Deutschland besonders hart treffen.
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Vieles deutet darauf hin, dass der Druck auf die EU vor allem vom US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer vorangetrieben wird. Der 45-Jährige ist neben US-Wirtschaftsminister Howard Lutnick, US-Finanzminister Scott Bessent und Trumps Handelsexperten Peter Navarro eine einflussreiche Stimme im Top-Beraterkreis des Präsidenten. Seit seiner Vereidigung vor vier Wochen hat sich Greer eher im Hintergrund gehalten – bis jetzt.