Konjunktur: Ifo-Institut und OECD halbieren Prognose – auch wegen Trump
Berlin. Das Ifo-Institut erwartet im laufenden Jahr kaum noch Wachstum in der deutschen Wirtschaft. Die Ökonominnen und Ökonomen haben am Montag ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 0,2 Prozent korrigiert. Im Dezember waren sie noch von 0,4 Prozent ausgegangen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser spricht von „einer der längsten Stagnationsphasen“ seit geraumer Zeit.
Fast genauso stark hat die Industriestaaten-Organisation OECD ihre Prognose für Deutschland revidiert. Sie rechnet 2025 inzwischen mit einem Wachstum von noch 0,4 Prozent. Im Dezember war die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung noch von 0,7 Prozent ausgegangen. In der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ist die Prognose bloß für Mexiko noch schlechter.
Grund für die anhaltende Konjunkturschwäche ist vor allem die Schwäche der Industrie. „Die Unternehmen klagen über mangelnde Nachfrage und mangelnde Aufträge“, sagte Wollmershäuser. Die Erhebungen des Ifo-Instituts würden das „tiefste Maß an Wettbewerbsfähigkeit“ seit Erhebung zeigen, gerade im Wettbewerb mit China würde Deutschland immer weiter verlieren. Drei Probleme lassen sich identifizieren.