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SoftbankInvestor übernimmt Ampere Computing für 6,5 Milliarden Dollar

Die japanische Softbank will sich mit dem Kauf des Chip-Designers aus den USA zunehmend auf Künstliche Intelligenz konzentrieren. Es ist nur eines von drei ambitionierten Zielen von CEO Son.Martin Kölling 20.03.2025 - 11:41 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Softbank-Logo: Der Tech-Investor kauft in den USA zu. Foto: AFP

Tokio. Der japanische Technologieinvestor Softbank verstärkt sein Portfolio bei der Entwicklung von Computerchips für Künstliche Intelligenz (KI). Für 6,5 Milliarden Dollar übernimmt das Unternehmen des japanischen Großanlegers Masayoshi Son den US-Chipdesigner Ampere Computing. Das gab Softbank am Donnerstagmorgen japanischer Zeit bekannt.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die größten Investoren von Ampere – der IT-Infrastrukturriese Oracle und der Investmentfonds Carlyle Group – ihre jeweiligen Anteile an dem Unternehmen verkaufen, wie Softbank in einer Erklärung mitteilte.

Ampere wurde 2018 von der früheren Intel-Chefin Renee James gegründet und entwickelt energieeffiziente Prozessoren, die laut Softbank in der nächsten Generation von Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz zum Einsatz kommen sollen. Das Unternehmen werde „eine Schlüsselrolle in zukünftigen Wachstumsmärkten“ spielen, prognostiziert Softbank. Bisher wird die Rechenarbeit in vielen Datenzentren hauptsächlich von Grafikprozessoren des US-Chipkonzerns Nvidia erledigt. Doch um Strom zu sparen, setzen mehrere Unternehmen für einen Teil der Aufgaben auf eigene, sparsamere Computerprozessoren.

Übernahmestruktur zeigt besondere Bedeutung

Softbank hat bereits in mehrere Hundert KI-Start-ups investiert, das bekannteste ist die US-Firma OpenAI, die mit dem Sprachmodell ChatGPT den aktuellen KI-Boom initiiert hat und mit dem Technologiekonzern Microsoft zusammenarbeitet. Normalerweise hält Softbank aber nur zehn bis 20 Prozent der Anteile an seinen Partnerunternehmen.

Bei Ampere kaufte Softbank jedoch den bisherigen Haupteigentümern deren Anteile auf einen Schlag ab: bei Carlyle sind das 59,65 Prozent, bei Oracle 32,27 Prozent. Das zeigt, für wie wichtig Softbank-Gründer Son das Unternehmen für seine Mission hält, KI voranzutreiben. Die restlichen gut acht Prozent hält bereits Softbanks britischer Chipdesigner Arm, dessen Architektur derzeit Chips für Computer, Smartphones und nun auch KI-Anwendungen dominiert.

Seit 2016 gehört Arm mehrheitlich der Softbank-Holding. Auch mit diesem Investment hatte Son bereits das Ziel verfolgt, einer der größten Finanziers von Künstlicher Intelligenz zu werden. Inzwischen fährt Son dreigleisig: Erstens tritt er weiterhin als Großinvestor auf. Mit OpenAI, Oracle und einem Investmentfonds startete er im Januar in den USA das Projekt Stargate, das 500 Milliarden Dollar an Investitionen in die amerikanische KI-Infrastruktur mobilisieren soll.

Stärkung der eigenen Halbleiterexpertise

Zweitens finanziert er die Entwicklung von KI-Anwendungen. Im Februar hat er in Japan gemeinsam mit OpenAI ein Unternehmen gegründet, das unter dem Namen Cristal KI-Anwendungen für Unternehmen entwickeln will.

Drittens setzt er auf Rechenzentren und Halbleiter als „Gehirn“ der Maschinenintelligenz. So hat er 2024 bereits den schwächelnden britischen KI-Chipdesigner Graphcore übernommen und plant unter dem Projektnamen Izanagi die Entwicklung eigener KI-Chips.

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In diesem Zusammenhang erhofft sich Son durch den Kauf von Ampere eine Stärkung der hauseigenen Halbleiterexpertise. Softbank erklärte in seiner Pressemitteilung, dass Ampere mit dem breiteren Ökosystem des Konzerns zusammenarbeiten werde, einschließlich der Konzerngesellschaften, Beteiligungen und Geschäftspartner. Softbank hebt besonders hervor, dass die Übernahme „die Designstärken von ARM“ ergänzen solle.

Erstpublikation: 20.03.2025 08:19 Uhr

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