Handelsstreit: So reagieren Politik und Wirtschaft auf die neuen US-Autozölle
San Francisco, Brüssel, Berlin. Nach der Ankündigung von Sonderzöllen auf Autoimporte durch US-Präsident Donald Trump fordern Beobachter eine harte Reaktion der EU – und warnen vor gravierenden Folgen für die deutsche Autoindustrie.
„Ich bedaure zutiefst die Entscheidung der USA, Zölle auf europäische Automobilexporte zu erheben“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstagabend. Zölle seien Steuern – und damit „schlecht für die Unternehmen, schlechter für die Verbraucher in den USA und in der Europäischen Union gleichermaßen“.
Die EU werde die Ankündigung nun bewerten und sich „um Verhandlungslösungen bemühen und dabei ihre wirtschaftlichen Interessen wahren“, so von der Leyen weiter.
Der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärte: „Die Ankündigungen der hohen Zölle auf Autos und Autoteile sind eine schlechte Nachricht für die deutschen Autobauer, für die deutsche Wirtschaft, für die EU, aber auch für die USA.“ Die Preise in den USA würden nun steigen.
„Stärke und Selbstbewusstsein“ seien gefragt. „Und gleichzeitig werden wir die Europäische Kommission dabei unterstützen, durch Verhandlungen weiter eine Lösung mit den USA zu finden, die eine Zollspirale abwendet.“